Freie Wähler wollen einheimische Krankenhausausstattung

Dresden (dpa/sn) - Die Freien Wähler (FW) fordern angesichts aktueller Versorgungsengpässe bei medizinischem Bedarf eine Rückbesinnung auf einheimische Produkte. «Es kann nicht sein, dass wir Ausrüstungsgegenständen in Asien, Afrika und Amerika nachlaufen», sagte der Sachsens FW-Chef Steffen Große am Donnerstag in Dresden. Die Produktion müsse vielmehr in Deutschland gesichert werden. Sachsen wäre gut beraten, hier zügig ein Produktionsstandbein für ganz Deutschland zu schaffen.

Laut Große hat die Corona-Krise hierzulande Schwachstellen gezeigt. Diese sollten in aller Sachlichkeit, aber zügig behoben werden. Die Freien Wähler forderten daher vom Landtag und der Regierung, aus der Corona-Krise zu lernen. Das Vorhalten eines modernen Gesundheitssystems sei Daseinsvorsorge und als Grundrecht überfällig.

Die Freien Wähler schlugen konkrete Schritte vor. Um den Mangel an medizinischer Ausrüstung abzustellen, soll ein Staatsbetrieb künftig den dafür erforderlichen Bedarf produzieren oder den Einkauf auf Lagerhaltung koordinieren. Als Beispiel nannte Große Beatmungsmasken, Hygieneartikel, Schutzkleidung, Intensivbetten und Insulin. Zugleich gelte es, die Hygienevorschriften für alle Einrichtungen vom Supermarkt bis zum Restaurant deutlich zu verschärfen. Weitere Punkte im Forderungskatalog betrafen unter anderem Zuwendungen für die Wirtschaft, das Vergaberecht und die Bildung.


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.