Gebhardt bleibt einziger Kandidat in Linkspartei

Über Spitzenkandidatur zur Landtagswahl entscheidet eine Urwahl

Dresden.

Linke-Fraktionschef Rico Gebhardt wird seine Partei aller Voraussicht nach erneut als Spitzenkandidat in die sächsische Landtagswahl führen. Wie Landesgeschäftsführer Thomas Dudzak auf Anfrage der "Freien Presse" mitteilte, ging bis zum parteiinternen Fristende am Dienstagabend lediglich eine Bewerbung ein.

Gebhardt hatte sich zu seinen Ambitionen bereits im März öffentlich bekannt. Der inzwischen 55-Jährige war auch schon 2014 Spitzenkandidat der Linken. Er führt seit sechs Jahren die Fraktion an und ist damit Oppositionsführer im Landtag. Seine Führungsrolle ist parteiintern nicht unumstritten, gleichwohl hatten mehrere infrage kommende Gegenkandidaten nach "Freie Presse"-Informationen bereits vor Wochen abgewunken.

Gemäß Parteitagsbeschluss entscheidet erstmals eine Urwahl der Basis über die Spitzenkandidatur. Diese soll selbst dann stattfinden, wenn es nur einen Kandidaten gibt. Dieser braucht dann lediglich mehr Ja- als Nein-Stimmen.

Umfragen sehen die seit 1999 zweitstärkste politische Kraft im Sachsen inzwischen nach CDU und AfD nur noch auf Rang 3. Termin der Landtagswahl ist der 1. September 2019. Derzeit ist die Linke - nachdem sie 2014 bei 18,9 Prozent und damit erstmals seit 1994 unter der 20-Prozent-Marke landete - mit 27 Abgeordneten im Landtag vertreten.

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