Gebot der Nächstenliebe: Kirchen sagen Gottesdienste ab

Sachsens Kirchen reagieren auf das Coronavirus und bieten Gottesdienste im Internet an.

Dresden (dpa/sn) - Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus haben Sachsens Kirchen Gottesdienste in den Gemeinden abgesagt oder zum Verzicht aufgerufen. Bis auf weiteres werde es im Bistum Dresden-Meißen keine öffentlichen Gottesdienste und Veranstaltungen geben. Das habe Bischof Heinrich Timmerevers am Samstag entschieden, teilte das Bistum mit. Der Schutz von Leib und Leben erfordere schwerwiegende Entscheidungen, hieß es. Das Bistum übertrage via Internet eine Gottesdienstfeier am Sonntag ab 11.00 Uhr aus der Leipziger Propstei Trinitatis.

Die sächsische Landeskirche ruft ihre Gemeinden auf, am Sonntag auf alle Gottesdienste zu verzichten. Die Glocken sollten dennoch läuten und die Kirchen offen sein, teilte das Landeskirchenamt am Samstag in Dresden mit. Der Verzicht auf die Versammlung in der Gemeinde sei keine leichte Entscheidung, aber sie entspreche dem Gebot der Nächstenliebe und diene dem gesellschaftlichen Miteinander, so das Kirchenamt.

Das Amt verweist auf einen Gottesdienst mit Landesbischof Tobias Bilz, der am Sonntag um 11.00 Uhr als Web-Gottesdienst auf der Homepage der Landeskirche mitgefeiert werden kann. Der Livestream wird über die Startseite www.evlks.de verlinkt oder ist direkt über den Youtube-Kanal der Landeskirche zu sehen.


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