Gefährlicher Angriff nach Querdenken-Demo in Leipzig - Soko Linx ermittelt wegen versuchten Totschlags

Vermummte sollen zwei Männer geschlagen und einen auf den Kopf getreten haben. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.

Leipzig. Nach einer brutalen Attacke im Anschluss an die Kundgebungen gegen die Corona-Politik am Samstag, 21. November und Gegendemonstrationen in der Leipziger Innenstadt ermittelt die Soko Linx des Landeskriminalamts wegen versuchten Totschlags. Den Angaben nach griffen kurz nach 18 Uhr 15 bis 20 schwarz gekleidete und größtenteils vermummte Personen  an einem Imbissstand an der Kreuzung Richard-Wagner-Straße/Am Hallischen Tor eine Gruppe an, die sich gerade etwas zum Essen geholt hatte. Dabei wurden ein 25-Jähriger und ein 30-Jähriger zu Boden gebracht, geschlagen und getreten. Einer der Angreifer soll eines der Opfer mehrfach mit dem Fuß auf den Kopf getreten haben. Einer der herbeieilenden Polizisten gab schließlich einen Warnschuss ab, woraufhin die Täter flüchteten. Die Überfallenen, die nach eigenen Angaben auf dem Heimweg von der "Querdenken"-Versammlung waren, kamen in ein Krankenhaus. Nach ambulanter Behandlung konnten sie wieder entlassen werden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Anfangsverdachts des versuchten Totschlags sowie der gefährlichen Körperverletzung, da die unbekannten Täter nach bisherigen Erkenntnissen den Tod eines anderen Menschen in Folge ihres gewalttätigen Handelns zumindest billigend in Kauf genommen haben. Da ein politisch motivierter Hintergrund für den Angriff nicht auszuschließen ist, hat die Soko Linx die Ermittlungen übernommen. Die Beamten bitten um Zeugenhinweise unter Telefon 0341 966 4 6666. (samü)
 

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33 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    1
    mops0106
    25.11.2020

    Dieses Verbrechen erinnert mich an den Überfall auf die 3 Menschen im Mai in Stuttgart auf dem Weg zur Querdenken-Demo. Andreas Z. wurde damals lebensgefährlich verletzt, lag im Koma. Damals wurde sogar eine Waffe (Gaspistole?) im Kopfbereich abgedrückt. Es wurden nach Ermittlungen zwei Linksextreme verhaftet. Es wäre schön, wenn die FP auch hier dranbleiben würde.

  • 5
    5
    Schützenfrau
    25.11.2020

    Die Polizei war unmittelbar vor Ort . Frage : Warum nimmt man die Schläger nicht gleich fest und lässt sie gehen ? Stattdessen ermittelt man gegen ,, unbekannt ,, Frage beantwortet , denke ich .

  • 8
    6
    OlafF
    25.11.2020

    Die Gewalt der schwarz gekleideten vermummten "Aktivisten" gegen Kritiker der Regierung, schafft es immerhin an den Rand von Seite 2. Versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung gegen politisch Andersdenkende sind vermutlich nicht weiter schlimm, auch wenn der Tod eines Menschen billigend in Kauf genommen wurde. Hoffentlich wird der Beamte, welcher den Warnschuss abgab nicht suspendiert. Vergleiche mit der Berichterstattung von Chemnitz 2018 will ich mir sparen.