Geld aus ehemaligem DDR-Vermögen für Dresdner Busmannkapelle

Dresden (dpa/sn) - Die Bürgerstiftung Dresden bekommt Geld aus dem Vermögen ehemaliger Parteien und Massenorganisationen der DDR für die wiedererrichtete Busmannkapelle der Sophienkirche in Dresden. Damit könne sie als Gedenkort fertiggestellt werden, teilten Finanz-und Kunstministerium am Montag mit. Um welche Summe es sich handelt, wollten deren Sprecher vor der Übergabe am 13. Mai nicht sagen. In einer Liste, die das Finanzministerium auf eine Anfrage aus dem Landtag bezüglich der Verteilung der Mittel aus dem ehemaligen DDR-Vermögen im September 2018 veröffentlichte, sind 874 000 Euro dafür vermerkt.

Die von Bürgern initiierte und rekonstruierte Busmannkapelle erinnert an das 1945 zerstörte gotische Gotteshaus. Dessen Reste waren 1962/63 unter Protesten abgetragen worden, nachdem SED-Chef Walter Ulbricht sie 1956 aus dem Wiederaufbau-Modell der Stadt entfernt hatte. 2010 war der Grundstein für die Gedenkstätte gelegt worden, die an die Toten aller Kriege erinnern, Transparenz schaffen und Missbrauch von Macht aufdecken soll.

Vier Stelen an Stelle der früheren Pfeiler führen zu einem stilisierten Kapellenkörper, den ein Pavillon aus Stahl mit einer selbsttragenden 14 Meter hohen Glasfassade umgibt. Von der Kirchengeschichte zeugen Originalteile an einem Fenstergewände und Konsolenbüsten der Stifter aus dem 14. Jahrhundert, der Bürgermeisterfamilie Busmann.

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3Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    3
    Interessierte
    10.05.2019

    Ich will kein Geld ... , das sollten ´unseren` Kindern zukommen mit Spielplätzen und Sporthallen und Eislaufhallen und Tierparks ; das ist das "Erbe" für ´unsere` Kinder ……
    und nicht für Katholiken und Christen und Schlösser und Kirchen ...

  • 2
    4
    Distelblüte
    09.05.2019

    @Interessierte: Das sollte kein Problem sein. Sie gegen einfach zu Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung, legen Ihren DDR-Personalausweis vor und stellen einen formlosen Antrag auf Auszahlung des Ihnen zustehenden Geldbetrags.

  • 2
    4
    Interessierte
    09.05.2019

    Das DDR-Vermögen sollte auch den Leuten der DDR zukommen .....
    Also den 80% Atheisten und nicht den 20 % Christen , womit nun Kirchen saniert werden und wieder die Schlösser , welche die Könige und Kaiser en masse gebaut haben und die Leute von damals schon ausgebeutet haben , so wie das dann später bzw. heute die Kapitalisten auch machen ..



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