Gemälde vor 40 Jahren gestohlen: Zwei Verdächtige

Gotha/Berlin (dpa) - Im Zusammenhang mit fünf wertvollen Gemälden, die vor 40 Jahren in der DDR gestohlen worden sind, ermittelt die Berliner Polizei gegen zwei Männer. Es gehe um den Verdacht der Erpressung und Kunsthehlerei, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Es handelt sich demnach um zwei Deutsche im Alter von 46 und 54 Jahren. Zuständig ist das Dezernat 44 im Landeskriminalamt (LKA), dort gibt es ein eigenes Kommissariat für Kunstdelikte.

Die Bilder waren in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember 1979 aus dem Schlossmuseum im thüringischen Gotha gestohlen worden. Ihr Wert wurde damals mit etwa fünf Millionen DDR-Mark angegeben. Nach Angaben der Stiftung Schloss Friedenstein haben sich dann im Juli 2018 anonyme Personen über einen Anwalt in Gotha gemeldet. Diese hätten erklärt, die Gemälde zu besitzen, allerdings keine plausible Erwerbsgeschichte angegeben. Gut ein Jahr später wurden dann Bilder übergeben. Diese befinden sich nun im Rathgen-Forschungslabor der Staatlichen Museen Berlin. Dort werde überprüft, ob es sich tatsächlich um das Diebesgut aus Gotha handle, so die Stiftung.

Am Donnerstag gab es bundesweite Durchsuchungen. Ob sich diese gegen die beiden Verdächtigen richteten, wurde am Freitag nicht mitgeteilt. Unklar war zunächst auch noch, seit wann die Polizei in Berlin ermittelt und wie viele Objekte durchsucht wurden. Nach Angaben der Polizei hatte sich die Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha vor einiger Zeit mit Hinweisen zu dem Fall gemeldet. Daraufhin seien die Ermittlungen eingeleitet worden.

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