GEW: Neues Schuljahr wird besonders hart

Gewerkschaft rechnet mit unbesetzten Lehrerstellen

Dresden.

Für das neue Schuljahr erwartet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) verschärfte Probleme durch viele frei bleibende Lehrerstellen. Vor allem in der Lausitz, aber auch in Südwestsachsen rechnet GEW-Landeschefin Uschi Kruse mit größeren Lücken, die mit Ausnahme der Gymnasien alle Schularten betreffen dürften. Daran werde auch die erneute Einstellung vieler Seiteneinsteiger nichts ändern. Kruse geht sogar davon aus, dass viele Schulen den sogenannten Ergänzungsbereich - Angebote jenseits der Stundentafel - "rigide kürzen" müssen. Es werde weder Zeit für spezifische Förderung noch Vorsorge für krankheitsbedingte Ausfälle von Lehrern geben.

Kultusminister Christian Piwarz (CDU) will heute die Einstellungszahlen für das neue Schuljahr vorstellen. Ursprünglich hatte das Land ab August neue Lehrer für insgesamt 1100 Vollzeitstellen gesucht. Bereits für die zweite Hälfte des abgelaufenen Schuljahres war es dem Freistaat nicht gelungen, alle Stellen zu besetzen. Als besondere Problembereiche gelten Oberschulen und Förderschulen. Abhilfe verspricht sich die Regierung durch die ab 2019 geplante Verbeamtung von Lehrern, die jünger als 42 Jahre sind. (tz)

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