Gewitter, Starkregen und Hagel in Teilen Sachsens

Chemnitz/Dresden. Über Teile Sachsens ist am Montagabend ein Gewitter mit Starkregen und Hagel gezogen. In Südwestsachsen und im Raum Dresden hatte der Deutsche Wetterdienst am späten Abend vor extremem Unwetter gewarnt. Vor allem im Süden Sachsens fielen 30 bis 50 Liter Regen pro Stunde, der Deutsche Wetterdienst (DWD) registrierte über Radargeräte Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu vier Zentimetern.

Im Erzgebirgskreis wurden von der Rettungsleitstelle 39 Einsätze dokumentiert. Der Schwerpunkt lag im Stadtgebiet von Annaberg-Buchholz. Auch in Aue, Annaberg-Buchholz und Marienberg meldete die Polizei mehrere überflutete Straßen. Diese seien zwischenzeitlich nicht passierbar gewesen, hieß es bei der zuständigen Polizeidirektion in Chemnitz. Im Jöhstädter Ortsteil Steinbach brannte ein Dachstuhl - nach ersten Erkenntnissen könnte ein Blitzeinschlag die Ursache sein. Verletzte gab es bei dem Brand nach ersten Erkenntnissen nicht. In der Gemeinde Thermalbad Wiesenbad ging infolge des heftigen Regens eine Schlammlawine ab. Eine Straße musste zwischenzeitlich gesperrt werden, außerdem wurde ein Haus durch den Schlamm beschädigt. In Bad Schlema fiel auf der Auer Talstraße eine Ampelanlage offenbar nach einem Blitzeinschlag aus.

Bei Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz wurden mehrere Erdrutsche ausgelöst. In Weinböhla im Kreis Meißen schlug ein Blitz in ein Haus ein, es kam zu einem Brand, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden sagte. Auch dort sei aber niemand verletzt worden. Am frühen Dienstagmorgen habe sich die Situation bereits entspannt, hieß es bei den Polizeistationen in Chemnitz und Dresden.

Am späten Dienstagnachmittag und -Abend kommen laut DWD von Süden her erneut schwere Gewitter mit Unwetterpotential auf. Diese können bis in die Nacht andauern. Den Meteorologen zufolge sind schwere Sturmböen um 100 km/h mit der Gefahr vereinzelter Orkanböen sowie Starkregen und größerer Hagel 3 möglich. (dpa/fp)

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