Pilze in Sachsen sprießen - Berater haben viel zu tun

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Der Sommer ist mancherorts buchstäblich ins Wasser gefallen. Das feuchte Wetter hat immerhin die Pilze in den sächsischen Wäldern zum Sprießen gebracht. Viel zu tun für die Pilzberater in Sachsen.

Leipzig (dpa/sn) - Das feuchte Wetter in diesem Jahr hat Pilze wie Maronen, Birken- und Steinpilze in den sächsischen Wäldern reichlich wachsen lassen. Die meist ehrenamtlichen Pilzberaterinnen und -berater haben daher aktuell viel zu tun, um für Laien giftige und genießbare Pilze zu unterscheiden. «Die Beratungen sind gut angelaufen», sagt Heike Bunk, die in Leipzig als Pilzexpertin im Einsatz ist.

Viele Sachverständige veranstalten laut Bunk Ausstellungen, bei denen sie auch weniger bekannte Frischpilze zeigen. «Dort können sich Interessierte am frischen Pilz ganz genau die wichtigen Merkmale für die Bestimmung erklären lassen. Auch selbst mitgebrachte Frischpilze können dort zur Bestimmung vorgelegt werden.» Für Interessierte gebe es auch spezielle Wanderungen.

Auch in anderen Städten und Landkreisen sind Pilzberater im Einsatz. Sie haben laut Bunk meist eine zweijährige Ausbildung absolviert, in der sie sich mit Gattungslehre, Ökologie und den Pilzgiften beschäftigen. «Im Fall einer Vergiftung ist es Aufgabe der Pilzsachverständigen, aus gegebenenfalls vorhandenen Putzresten oder Speiseresten und aufgrund vorhandener Symptome die verspeiste Pilzart und somit das enthaltene Gift zu bestimmen.»

Damit ein solcher Einsatz gar nicht nötig wird, sollten sich Pilzfreunde lieber vor der Mahlzeit an die Pilzberater wenden, mahnt der Landkreis Leipzig. «In Sachsen gib es auch in diesem Jahr bereits wieder einige Pilzvergiftungen, die aus mangelhaften Kenntnissen der Pilzarten resultieren», heißt es in einer Mitteilung.

Weitere Hilfe gibt es vom Landesumweltamt, das gerade den neuen Atlas «Pilze in Sachsen» herausgegeben hat. Auf 1720 Seiten werden die knapp 3700 Pilzarten vorgestellt, die in Sachsen wachsen.

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