Glatte Straßen gab es bereits in Sachsen. Glättegefahr und Kälte begleiten die Menschen auch in den kommenden Tagen. Gibt es zum Jahreswechsel im Tiefland sogar eine Schneedecke?
Am heutigen Montag pilgern zahlreiche Sachsen in die Supermärkte, um sich für den anstehenden Jahreswechsel zu rüsten: etwa mit Raketen, Böllern, Getränken und Snacks. Doch wenn man alles beisammen hat, bleibt immer noch eine Frage: Wir wird denn das Wetter am Silvesterabend?
Die „Freie Presse“ ist der Frage nachgegangen – und hat bei Stefan Rubach vom Deutschen Wetterdienst (DWD) nachgehakt.
So viel sei schon mal verraten: In den kommenden Tagen – und eben auch an Silvester – bleibt es kalt im Freistaat. Und es wird stürmisch. Doch der Reihe nach.
Glättegefahr und Schnee im Freistaat
Die letzte Woche des Jahres 2025 beginnt erneut mit glatten Straßen. Im Tagesverlauf wird es von Norden her milder, prognostiziert Rubach. Insgesamt steht uns ein trüber Tag – anfangs teils mit Sprühregen – bevor. Die Höchstwerte heute: knapp 2 Grad Celsius, oberhalb von 600 Metern ist Dauerfrost angesagt. Begleitet wird das Ganze von einem unangenehmen Wind mit Stärke 5 bis 6.
In der Nacht auf Dienstag zieht dann eine Kaltfront durch. Diese hat Niederschläge im Gepäck. „Die Front staut sich am Erzgebirge, da sind dann bis zu vier Zentimeter Neuschnee möglich“, so der DWD-Experte. Auch der Dienstag beginnt mit glatten Straßen: „Die Glättegefahr werden wir nicht los.“
Der Dienstag selbst zeigt sich wechselhaft, teilweise mit leichten Schneeschauern im Bergland. Die Temperaturen sinken im Vergleich zum Montag leicht, auf dann noch -1 bis 1 Grad Celsius. „Im Bergland sind es zwischen -1 und -6 Grad, auf dem Fichtelberg sogar -8 Grad Celsius.“ Auch der Dienstag wird windig.
Die Nacht auf Mittwoch wird dann zunächst überwiegend klar. In der zweiten Nachthälfte könnten von Norden her neue Wolken aufziehen. Die bringen dann zumindest Schneeschauer mit sich.
Schneedecke an Silvester im Tiefland?
Tagsüber gehen die Niederschläge im Tiefland bei Werten um die 2 Grad eher in Regen über, im Bergland fällt derweil weiterhin Schnee. Im Erzgebirge sind dann weitere fünf bis zehn Zentimeter drin. Und der Mittwochabend beziehungsweise die Silvesternacht?
Die Niederschläge halten an, Wind und Kälte ebenso. Auch im Tiefland müssen sich die Sachsen mindestens auf Schneeregen einstellen, möglicherweise sogar Schneefall. „Derzeit ist es aber schwierig zu beurteilen, ob das Tiefland dann auch eine Schneedecke bekommt.“
Dazu weht dann Wind mit Stärke 7, also Geschwindigkeiten von 50 bis 61 Stundenkilometern. Am Fichtelberg sind dann auch schwere Sturmböen möglich mit Windstärke 8 bis 9, also bis zu 88 km/h.
2026 startet mit Kälte und Sturm
Das neue Jahr beginnt dann am Donnerstag wechselnd bewölkt mit wenig Sonne. Jedoch: Es wird trockener. „Diese größeren Niederschläge sind dann erstmal weg“, berichtet Rubach. Bei Tageshöchstwerten um die 4 Grad Celsius bleibt der Wind aber weiterhin ein Thema.
Und der wird vermutlich nochmals stärker: „Im Tiefland können wir stürmische Böen abbekommen und am Fichtelberg sogar orkanartige Böen.“
Wie geht‘s danach weiter? Wird es wieder milder oder bleibt uns die Kälte erstmal erhalten? „Tendenziell bleibt es eher kalt“, so der Meteorologe. Im Tiefland bleiben die Werte knapp überm Gefrierpunkt. (phy)






