Gravierende Schäden in den Wäldern durch Spätfröste

Dresden (dpa/sn) - Kalte Nächte im Mai mit Temperaturen um den Gefrierpunkt haben den ohnehin geschwächten Wäldern in Sachsen enorm zugesetzt. Rund 7500 Hektar Wald wurden durch die Spätfröste geschädigt, teilte der Sachsenforst am Donnerstag unter Berufung auf eine aktuelle Auswertung der Walschutzexperten mit. Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um die größten Frostschäden in den Wäldern seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1991. Im vergangenen Jahr lag die Fläche betroffener Bäume noch bei rund 320 Hektar.

«Der Spätfrost hat in diesem Jahr wirklich enorm zugeschlagen», sagte Landesforstpräsident Utz Hempfling. Das erlebe man nur einmal in einer Förstergeneration. Der Sachsenforst-Chef gab sich besorgt: «Wir haben derzeit genug mit den Folgen von Stürmen, Trockenheit und Borkenkäfer zu kämpfen.»

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.