Grimma probt Hochwasser-Notfall: 77 Öffnungen geschlossen

Grimma (dpa/sn) - Grimma hat den Hochwasser-Alarm geprobt. Rund hundert Helfer von vier Feuer- und zwei Wasserwehren verschlossen am Samstag an der seit 2007 im Bau befindlichen Hochwasserschutzanlage 77 Öffnungen. Die Spannweite reichte vom Bewegen eines 20 Tonnen schweren Tores bis zum Einsetzen kleiner Verschlusselemente.

Erstmals wurde auch die Flut-Pergola zwischen Klosterkirche und Gymnasium St. Augustin getestet. Insgesamt ist die Anlage, die Grimma vor einem neuerlichen Jahrhunderthochwasser schützen soll, gut zwei Kilometer lang. Die 30 000-Einwohner-Stadt war 2002 und 2013 schwer vom Hochwasser der Mulde verwüstet worden.

Freistaat, Bund und EU investieren zusammen rund 57 Millionen Euro in den Hochwasserschutz in Grimma. Ziel sei es gewesen, Hochwasserschutz, Denkmalschutz und Stadtentwicklung geschickt miteinander zu verbinden, so ein Stadtsprecher. Dafür wurden historische Gebäude wie Klosterkirche in die Schutzanlage eingebunden.

Die Hochwasserschutzanlage soll in diesem Jahr fertiggestellt werden. Unter anderem soll in den kommenden Wochen zwischen Pöppelmannbrücke und Schloss die 78. und letzte Öffnung mit einem Stahltor versehen werden.

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