Grippewelle in Sachsen ebbt ab

Ministerium beugt neuem Engpass bei Impfstoff vor

Dresden.

In der ersten Aprilwoche wurden in Sachsen 689 neue Grippefälle gemeldet. Damit hat sich die Zahl gegenüber der letzten Märzwoche halbiert. "Ein Ende der diesjährigen Grippewelle zeichnet sich ab", sagte Jörg Förster, Sprecher des Sächsischen Sozialministeriums.

Insgesamt erkrankten seit Oktober 21.880 Menschen im Freistaat. Stark angestiegen ist jedoch die Anzahl der gemeldeten Todesfälle. 15 waren es innerhalb der letzten Woche. Sie kamen unter anderem aus den Städten Chemnitz und Dresden, dem Kreis Mittelsachsen und dem Vogtlandkreis. Seit Saisonbeginn wurden 62 Influenzatote registriert. Fünf der Verstorbenen seien geimpft gewesen, hieß es.

Die Impfbereitschaft während der aktuellen Grippesaison war höher als in den zurückliegenden Jahren. Im November kam es deshalb zu einem Impfstoff-Engpass. Den soll es in der neuen Saison in Sachsen nicht wieder geben. Dafür haben Apothekerverband, Kassenärztliche Vereinigung, Krankenkassen und Gesundheitsministerium jetzt die Voraussetzungen geschaffen, wie Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) sagte. Da die Impfstoffproduktion sechs Monate dauert, sollten die Ärzte bereits jetzt ihre Bestellung abgeben. "Dass die Ärzte nicht mehr ausschließlich den preiswertesten Impfstoff bestellen müssen, kann möglichen Lieferschwierigkeiten vorbeugen", sagt der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, Klaus Heckemann. (rnw/sw)

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