Grüne mahnen bessere Förderung freier Schulen an

Dresden (dpa/sn) - Die Grünen verlangen eine bessere Unterstützung freier Schulen in Sachsen. Sie würden zwar gesamtgesellschaftliche Aufgaben wahrnehmen, aber nicht in gleichem Maße von staatlichen Förderprogrammen, Projekten und Maßnahmen profitieren, kritisierte die Landtagsabgeordnete Petra Zais am Montag in Dresden. «Die Ausbildung von Erzieherinnen und Altenpflegern etwa wäre ohne Schulen in freier Trägerschaft nicht aufrechtzuerhalten. Auch beim gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung und im Bereich der berufsbildenden Förderschulen engagieren sich freie Schulen überdurchschnittlich.»

«Dennoch wird etwa die Schulsozialarbeit ab dem Schuljahr 2018/2019 nur an Oberschulen in öffentlicher Trägerschaft zu 100 Prozent gefördert», erklärte die Politikerin. Beim Schulhausbau machten Maßnahmen an Schulen in freier Trägerschaft gerade einmal 4,4 Prozent des Gesamtvolumens aus. Die neuen Assistenzprogramme richteten sich ausschließlich an öffentliche Schulen. Die Differenz zwischen den Ausgaben pro Schüler an einer Schule in öffentlicher und freier Trägerschaft sei nach wie vor beträchtlich.

Trotz der nicht immer einfachen Bedingungen seien die freien Schulen ein Erfolgsmodell und fester Bestandteil des sächsischen Schulsystems, betonte Zais. Das vielbeschworene «neue Miteinander» von freien und öffentlichen Schulen sei ausbaufähig, fasste sie Ergebnisse einer Großen Anfrage im Landtag zusammen.

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