Habeck: Landtagswahlen im Osten «Höllenritt»

Dresden (dpa) - Für Grünen-Chef Robert Habeck sind die drei bevorstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland riesige Herausforderungen. «Das werden für alle demokratischen Parteien echt anstrengende Wahlen bis zur Koalitionsbildung», sagte er vor allem mit Blick auf die starke AfD in Sachsen bei der Konferenz «Morals&Machines» am Mittwoch in der Dresdner Frauenkirche. «Das wird echt ein Höllenritt.» Er sprach auch von einer «Art Wasserscheide der demokratischen Diskussion».

Habeck sieht die Aufgabe der im Osten weniger populären Grünen darin, zu einer gesellschaftlichen Mobilisierung «für eine progressive, liberale und Veränderungen nicht als Bedrohung empfindende Politik» beizutragen und die anderen Parteien zu ermutigen, auch in diese Richtung zu gehen. «Das ist für einen Laden wie meinen schon ein enormer Anspruch.»

Neue Landtage werden in Brandenburg und Sachsen am 1. September gewählt, in Thüringen am 27. Oktober.

Bewertung des Artikels: Ø 5 Sterne bei 1 Bewertung
12Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    2
    Einspruch
    21.06.2019

    Im Osten hat man Erfahrungen mit Parteiversprechen. Und mit Wahlergebnissen.

  • 4
    2
    ralf66
    21.06.2019

    @Blackadder, wo ist denn das Rentenkonzept der Altparteien in fast 30 Jahren was die Renten zu 100% in der Zukunft sicher macht? Jetzt tun Sie mal nicht so als wenn die Grünen die Partei wäre, die etwas von Wirtschaft und sicheren Arbeitsplätzen verstehen würde. Wer auf Wirtschaftsmodelle wie E-Auto setzt, dass weder ökologisch ist noch technisch den Anforderungen entspricht den Namen Automobil zu tragen, welches sich auch in der Zukunft technisch nicht durchsetzen wird, der gefährdet eher Arbeitsplätze, weil solche Industrien wieder zusammenbrechen werden. Wissen Sie eigentlich, dass technische Neuerungen erst in Betrieb gehen sollten, wenn sie sicher ohne jegliche andere Hilfe funktionieren und erst dann kann man auch mit den alten technischen Systemen aufhören. Bei der von den Grünen favorisierten wiedererneuerbaren Energieversorgung ist das eben nicht der Fall. Die Netzbetreiber haben durch die unregelmäßige Einspeisung von Öko-Strom ein riesen Problem, die Stromversorgung am laufen zu halten um große Stromschwankungen auszugleichen, weil die Kraftwerke nicht einfach so launisch wie Wind- und Sonnenstrom ist hoch und runtergefahren werden können, denn ohne Kohlekraftwerke geht es eben nicht, wir hätten keine konstante Stromversorgung mehr, daran wird sich in der Zukunft durch die fehlenden Speichermöglichkeiten des Öko-Stroms auch nichts ändern und dieses doppelte Lottchen kostet sehr viel Geld und führt dazu, dass der deutsche Endverbraucher mit den höchsten Stompreis der Welt bezahlt.

  • 3
    4
    61charly
    21.06.2019

    Wir sollten Tauchsieder wirklich mehr vertrauen, er ist Experte auf so vielen Gebieten.
    Wie z.B. der Vorhersage von Wahlergebnissen:
    "Ich unterhalte mich mit Leuten einer Partei nicht, die zur nächsten Wahl Geschichte ist!". Da waren ebenfalls die Grünen gemeint.
    www.freiepresse.de/vogtland/plauen/erfolg-fuer-buergerplattform-windrad-plaene-liegen-auf-eis-artikel10125979

  • 2
    5
    Blackadder
    21.06.2019

    @Hinterfragt: Ja, aber in der Diskussion ging es um den sächsischen Landtag, in dem die CSU nunmal nicht vertreten ist.

  • 1
    4
    Hinterfragt
    21.06.2019

    @Blackadder

    https://www.bundestag.de/parlament/plenum/sitzverteilung17-259488

  • 3
    2
    Blackadder
    21.06.2019

    @Hintefragt: Tritt die CSU nicht nur in Bayern an?

  • 2
    4
    Hinterfragt
    21.06.2019

    "...Was hat die CSU mit Sachsen zu tun?..."

    Gehört Sachsen nicht mehr zur Bundesrepublik?

  • 3
    6
    Blackadder
    21.06.2019

    @Malleo: Was hat die CSU mit Sachsen zu tun?

  • 7
    4
    Malleo
    20.06.2019

    black..
    Wie lang gibt es die CSU?
    Wie war das gleich mit deren MAUT Gesetz?
    Intelligenz aus dem Ministerium abgewandert?

  • 6
    6
    Tauchsieder
    20.06.2019

    Das mit dem gesunden Menschenverstand trifft natürlich nicht für jeden im Osten zu, dass ist mir natürlich bewusst "Black....."!

  • 9
    14
    Blackadder
    20.06.2019

    "Hier wählt eher der gesunde Menschenverstand."

    Ich fasse es nicht. Der Osten ist gerade dabei, den mühsam erreichten Fortschritt der letzten 30 Jahren zunichte zu machen und sich selbst komplett ins Aus zu stellen und Sie reden vom gesunden Menschenverstand. Wo ist denn das Renten- und Sozialkonzept der AfD nach über 6 Jahren? Der Parteitag, der darüber reden sollte wurde gerade auf nach den Landtagswahlen verschoben, damit die "dummen" Ossis nicht merken, wie unsozial ihr hochgelobte Alternative in Wirklichkeit ist.

    Die AfD wird hier im Osten nichts verbessern. Keine Arbeitsplätze schaffen, keinen Klimaschutz betreiben, keine Infrastruktur verbessern, keine Digitalisierung vorantreiben. Sie setzt auf veraltete Technologien, wie Braunkohle und Diesel, Kulturschaffende und Intelligenz werden nicht bleiben wollen. Die AfD wird ihren Wählern im Osten NICHTS bringen. Aber vielleicht muss man es auch erst erleben, um diese Einsicht zu erlangen.

  • 13
    8
    Tauchsieder
    20.06.2019

    Aber Hr. Habeck, dies ist doch kein Höllenritt, es ist die Stunde der Wahrheit. Hier werden sie wieder geerdet und zu dem gemacht was sie sind, quasi vom Kopf wieder auf die Füße gestellt. Dies entspricht in etwa der wirklichen Bedeutung der "Grünen". Die "Ostler" werden diesen Schwachsinn der im Westen gerade mit dieser Partei abgeht nicht hinterher hecheln. Hier wählt eher der gesunde Menschenverstand.



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