Handwerk in Sachsen: Weniger Firmen, höhere Umsätze

Kamenz (dpa/sn) - Sachsens Handwerk erwirtschaftet mit weniger Firmen bei relativ konstanter Belegschaft höhere Umsätze. Als Beispiel nannte das Statistische Landesamt Kamenz am Donnerstag Zahlen von 2017. Damals erzielten 35 874 Unternehmen einen Gesamtumsatz von 27,1 Milliarden Euro. Binnen Jahresfrist waren das 1,6 Prozent weniger Firmen, aber 5,2 Prozent mehr Umsatz. Diesen Trend habe es auch in den Jahren zuvor gegeben, hieß es. 2018 stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent, die Zahl der Betriebe ging nach Auskunft des Sächsischen Handwerkstages im gleichen Zeitraum um 140 zurück.

Der Umsatz eines Unternehmens hängt nicht nur von höheren Preisen für die Produkte ab. Auch Faktoren wie Auftragslage, Steigerung der Produktivität oder Auslastung der Maschinen spielen eine Rolle. Der Handwerkstag hatte Anfang dieses Jahres die rückläufigen Firmenzahlen auch damit begründet, das Existenzneugründungen oft an Fachkräftemangel scheitern. 2018 waren vor allem Meisterbetriebe in den Bereichen Maurer, Betonbauer, Elektrotechniker, Metallbauer, Maler, Lackierer und Bäcker von einem Rückgang betroffen. Das Handwerk gibt in Sachsen rund 300 000 Menschen Lohn und Brot.

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