Heimstarke Auer lassen Fürth im Verfolgerduell keine Chance

Mit einer starken Vorstellung hat sich Erzgebirge Aue in die Winterpause verabschiedet. Durch das 3:1 gegen Fürth bleibt die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster auf Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen.

Aue (dpa/sn) - Mit stehenden Ovationen von ihren Fans wurden die Fußballprofis von Erzgebirge Aue am Samstag in die Winterpause verabschiedet. Die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster gewann zum Rückrundenauftakt der 2. Bundesliga gegen Greuther Fürth mit 3:1 (1:0). Mit 29 Punkten gehören die Sachsen mit nur zwei Zählern Rückstand zu den Aufstiegsplätzen weiterhin zu den ärgsten Verfolgern des Spitzentrios um Tabellenführer Arminia Bielefeld.

Vor 13 200 Zuschauern erzielten Jan Hochscheidt in der 13. Minute, Dimitrij Nazarov (64./Foulelfmeter) und Florian Krüger (66.) die Tore für die Gastgeber, die mit nunmehr 23 Zählern das heimstärkste Team der Liga sind. Branimir Hrgota (80./Foulelfmeter) gelang der Ehrentreffer für Fürth. «Unsere Heimstärke ist schon brutal gut. Wir können stolz und sehr zufrieden in die Winterpause gehen. Aber wir haben trotzdem noch nichts erreicht und wollen 2020 genauso leidenschaftlich weitermachen», sagte Krüger.

Schuster vertraute auf dieselbe Startelf wie beim 1:0-Sieg gegen Jahn Regensburg. Seine Mannschaft hatte mit dem hohen Pressing der Gäste zunächst leichte Schwierigkeiten, sodass die erste Chance der Partie den Fürthern gehörte. Ein Abschluss von Hrgota aus halbrechter Position klatschte an den linken Pfosten, der Nachschuss von Sebastian Ernst flog über das Auer Tor (5.).

Anschließend gelang es den Sachsen immer besser, aus der eigenen Hälfte zu kombinieren. Nach einer Flanke von Calogero Rizzuto von der linken Seite kam der Ball zu Dimitrij Nazarov, der aus sieben Metern freistehend zum Schuss kam. Fürths Schlussmann Sascha Burchert konnte den Versuch mit dem Fuß nicht richtig abwehren, sodass Hochscheidt keine Mühe hatte, den Ball zum 1:0 über die Linie zu drücken. Für den 32 Jahre alten Offensivspieler, der erst am Freitag seinen Vertrag in Aue vorzeitig bis Juni 2023 verlängert hatte, war es der fünfte Saisontreffer.

Die «Veilchen» hatten mit der Führung im Rücken die Partie in den folgenden Minuten unter Kontrolle, erst nach einer halben Stunde wurde Fürth wieder gefährlich. Ernst kam nach einem Pass von Havard Nielsen aus zentraler Position zum Schuss. Allerdings war der Versuch nicht scharf und platziert genug. Aues Torhüter Martin Männel konnte den Ball sicher parieren (33.). Die Drangphase der Gäste bis zur Pause überstand das Schuster-Team schadlos.

Der zweite Durchgang begann für die Gastgeber mit einer Schrecksekunde. Männel war im Strafraum mit Fürths Nielsen zusammengeprallt (47.). Nach einer dreiminütigen Behandlungspause konnte der Auer Torhüter mit einem Turban aber weiterspielen. Die Partie wurde anschließend zerfahrener, beide Teams versuchten zunächst, mit Distanzschüssen zum Erfolg zu kommen. Tom Baumgart (58.) und John-Patrick Strauß (59.) scheiterten für Aue, Tobias Mohr auf der anderen Seite für Fürth (59.).

In der 63. Minute bot sich den Erzgebirgern bei einem Konter plötzlich viel Platz. Der durchgebrochene Krüger konnte von Paul Jaeckel nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Nazarov mit einem Schuss in die linke untere Ecke sicher zum 2:0. Nur 120 Sekunden brachte ein weiterer Auer Konter bereits die Entscheidung. Diesmal tanzte Krüger Gegenspieler Jaeckel aus und erhöhte per Flachschuss auf 3:0.

In der Schlussphase konnte Hrgota vom Elfmeterpunkt auf 1:3 für die Franken verkürzen. Zuvor hatte Sören Gonther Paul Seguin im Strafraum leicht touchiert. In der Nachspielzeit verpasste Philipp Zulechner (90., 90.+3) zweimal den vierten Treffer für Aue.

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