Hier wird nicht gemeckert: Menschen erzählen über Glücksmomente 2018

Ärger auf Arbeit, Zoff im Urlaub, Streit mit den Nachbarn, Unmut über die Politik - das Gehirn speichert negative Erinnerungen intensiv ab. Das hat etwas mit Evolution zu tun, denn aus überstandenen Gefahrensituationen konnte man früher wichtige Rückschlüsse fürs Überleben ziehen. Und heute? Es wird viel gemeckert. Doch wir fragten bei Menschen aus der Region nach, worüber sie sich 2018 gefreut haben.

Ins Finale der Turnmeisterschaften

Sein Sprung ins Finale der Deutschen Meisterschaften im Geräteturnen war für Sebastian Bock das tollste Erlebnis in diesem Jahr. Sechs Sportler qualifizierten sich für das Finale in Leipzig. Auch wenn es am Ende beim 6. Platz blieb, freut sich Sebastian Bock, wenn er an den Wettkampf denkt. Und "nächstes Jahr hoffe ich schon auf eine Medaille", formuliert der 24-Jährige, der seit seinem 4. Lebensjahr dem Turnen treu blieb, schon mal ein Ziel für 2019.


Auf in die Welt

Ein breites Lächeln huscht über das Gesicht von Gerrit Sachse. Er muss nicht lange überlegen, wenn es darum geht, was 2018 sein schönstes Erlebnis war. "Die USA-Reise mit meinen Eltern und Freunden." San Francisco, Las Vegas, der Yosemite-Nationalpark ... Gerrit Sachse kommt sofort ins Schwärmen. "Es waren einfach so viele Stationen und überall haben wir tolle Dinge gesehen." Seine Hoffnung: "Vielleicht geht's 2019 nach Florida."


Kleine als das Größte

"Ich hab dich lieb, Oma." Es sind solche Sätze, die das Herz von Steffi Olschewski mit unendlicher Freude erfüllen. Vier Kinder und vier Enkelkinder gehören zu ihrem Leben. "Bei mir sind es nicht die großen Dinge, sondern eher kleine Gesten, die für positive Erlebnisse sorgen. Wenn Kinder einfach nur kuscheln kommen, sich anschmiegen und die Wärme und Geborgenheit genießen, die man gibt, dann kann ich mir nichts Schöneres vorstellen."


Zu dritt durchs Leben

Der 14. September ist der absolute Glückstag von Katharina Wolfrum-Lidzba und Jakob Lidzba in diesem Jahr gewesen. Da kam Söhnchen Gustav. "Man freut sich so unendlich, wenn alles klappt und alle gesund sind", sagt der frisch gebackene Vater. Und auch die 26-jährige Mutter war froh, als das Warten endlich ein Ende hatte. "Der Sommer war für eine Schwangere schon sehr heiß, und Gustav hat uns auch noch 10 Tage länger warten lassen."


Zum ersten Mal erkannt

Was gab es Schönes 2018? "Da muss ich erst mal kurz überlegen", sagt Silke Helbig. Sie wohnt in Penig, doch es dauert nicht lang und schon fällt ihr ein, worüber sie sich in diesem Jahr riesig gefreut hat. Ihre Enkelin wohnt in Berlin. Kommunikation geht oft nur über den Computer per Internet. "Ich hab mich so gefreut, als die Kleine mich zum ersten Mal mit ihren anderthalb Jahren auf dem Bildschirm erkannt hat. Das war ein tolles Gefühl."


Sechs Hauptstädte

Zusammen mit ihrem Mann hat sich Sabine Bol in diesem Jahr auf den Weg gemacht. Nach einer Zeit, in der das Paar aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht so verreisen konnte, wurde 2018 vieles nachgeholt. "Wir haben uns sechs Hauptstädte angeschaut, eine Donauschifffahrt gemacht, Ägypten und Holland besucht." Es sei ein sehr schönes Jahr gewesen. Die tollen Städte und die grandiosen Landschaften blieben immer in Erinnerung.


Zum Fichtelberg gelaufen

Zum ersten Mal nahm Felix Wisman am Fichtelbergmarsch teil. "Es war richtig toll", sagt er über die 64 Kilometer von Chemnitz nach Oberwiesenthal mit einem Höhenunterschied von 1700 Metern. Und noch etwas fand er 2018 richtig super: "Der Sommer war einfach der Hammer." Einen Gute-Laune-Tipp hat er auch: "Ich war zum ersten Mal in Hamburg und habe mir ‚König der Löwen‘ angeschaut, ein echtes Erlebnis - die Stadt und das Musical."


Kinder sind ein Glück

Zwei Freundinnen, die eine noch berufstätig, die andere schon im Ruhestand, und doch haben beide eine klare Vorstellung, was Glück für sie bedeutet: "Die Kinder aufwachsen sehen", sagt Mandy Weidelt, und Gabriele Zschocke fügt hinzu: "Und die Enkelkinder." Beide genießen es, mit der Familie in den Urlaub zu fahren und Zeit zusammen zu verbringen. "Ich habe drei Kinder - 8, 9 und 17 Jahre alt. Sie sind gesund und das ist mir täglich eine Freude."


Hochzeit der Söhne

Ein Sohn hat 2018 Ja gesagt. "Das war so ein tolles Erlebnis", erinnert sich Elke Richtsteiger. Freudentränen flossen zur Zeremonie. Sie wohnt im erzgebirgischen Oelsnitz und weiß, dass es auch 2019 Grund zum Jubeln geben wird. "Mein anderer Sohn will nächstes Jahr heiraten." Ein bisschen ist die zweifache Mutter auch froh, Söhne zu haben: "Die modische Ausstattung eines Bräutigams ist deutlich preiswerter als bei Bräuten", lacht sie.

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