Hunderte bei Solidaritätsbekundung vor Dresdner Synagoge

Dresden (dpa/sn) - Mehrere hundert Menschen haben vor der Synagoge in Dresden ihre Verbundenheit mit der Jüdischen Gemeinde der Stadt demonstriert. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) gab dabei am Freitagabend das Versprechen, dass diese Solidarität nicht nur ein Symbol, sondern «Inhalt und Richtschnur» seines täglichen Handelns sein solle. Er trete Rassismus und Antisemitismus mit aller Kraft entgegen und wolle alles dafür tun, dass die Opfer der Vergangenheit, von Auschwitz und Buchenwald, nicht vergessen würden. Menschen aller Religionen, Hautfarben und Kulturen sollten in Dresden eine neue Heimat finden können.

Der Rektor der Technischen Universität Dresden, Hans Müller-Steinhagen, rief die Menschen dazu auf, noch deutlicher als bisher antisemitischen, rassistischen und anderen diskriminierenden Äußerungen entgegenzutreten. «Es ist gut zu wissen, dass wir nicht allein sind», sagt die Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden, Nora Goldenbogen.

Die Menschen bildeten eine Menschenkette um die Synagoge. An der Veranstaltungen hatten unter anderen auch Innenminister Roland Wöller (CDU) und der SPD-Landesvorsitzende und stellvertretende Ministerpräsident Martin Dulig teilgenommen.

Kirche, Universität und Politik hatten nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle die Bürger dazu aufgerufen, sich schützend vor die jüdischen Gemeinden im Freistaat zu stellen.

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