Impfzentren in Sachsen nehmen Betrieb auf

Kurz nach Weihnachten ging es in Sachsen mit dem Impfen los, zuerst in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Nun öffnen erstmals die 13 Impfzentren ihre Türen - ein Termin bekommt aber nicht jeder.

Dresden (dpa/sn) - Ab diesem Montag (11. Januar) öffnen zwölf Impfzentren in Sachsen. Das Zentrum im vogtländischen Treuen hatte bereits am Samstag seine Arbeit aufgenommen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes und der ambulanten Pflege gegen das Coronavirus geimpft. Die Impfdosen waren ursprünglich für vier Pflegeheime vorgesehen - sie wurden aber kurzfristig unter Quarantäne gestellt. In allen Impfzentren können sich zunächst besonders gefährdete Menschen impfen lassen - Frauen und Männer im Alter von über 80 Jahren gehören dazu sowie Pflegepersonal und Rettungskräfte. Wie läuft das Impfen vor Ort ab, und wie bekommt man einen Termin?

Wann und wie können sich die Sachsen für eine Impfung anmelden?

Ab Montag (11. Januar) können Termine für eine persönliche Schutzimpfung vereinbart werden. Dies soll über ein Online-Buchungsportal möglich sein, das ab Montag freigeschaltet wird, ab Mittwoch oder Donnerstag dann über eine Telefonhotline.

Wo gibt es überall Impfzentren?

Sachsen hat 13 Impfzentren eingerichtet, jeweils eines in den drei Großstädten Dresden, Leipzig und Chemnitz sowie jeweils ein Impfzentrum für jeden Landkreis. Untergebracht sind die Zentren in verschiedenen Liegenschaften: In Dresden und Leipzig etwa in der Messe, im Vogtlandkreis in Treuen in einem ehemaligen Baumarkt, für den Kreis Bautzen etwa in der Sporthalle am Flughafen in Kamenz. Betrieben werden sie vom Deutschen Roten Kreuz (DRK).

Wie sind die Impfzentren geöffnet?

Ab Montag sollen die Impfzentren täglich geöffnet sein. Das DRK plant in der Woche Öffnungszeiten von zehn Stunden, am Wochenende von acht Stunden. Jedes Impfzentrum soll anfangs jeweils mit mindestens zwei Impfstrecken ausgestattet sein, die größeren können auf bis zu zehn erweitert werden. Laut Ministerin Petra Köpping (SPD) könnten perspektivisch bis zu 13 000 Menschen täglich in den Impfzentren geimpft werden - wenn genügend Impfstoff da ist.

Wer kann sich ab Montag impfen lassen?

Nicht jeder, der sich impfen lassen will, kann ab Montag gleich einen Termin in einem der Impfzentren vereinbaren. Weil der Impfstoff nach wie vor nicht ausreicht, ist er zunächst Menschen vorbehalten, die als besonders gefährdet gelten. Die Impfverordnung des Bundes zählt zur Gruppe mit der höchsten Priorität etwa über 80-Jährige, Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten, Sanitäter oder medizinische Beschäftigte in Risikobereichen. Ab Montag können individuelle Termine vereinbart werden, voraussichtlich ab 18. Januar gibt es dann die Impfungen. In der ersten Woche sollen in den Impfzentren vor allem Gruppentermine für Rettungsdienst- und Pflegedienstmitarbeiter vergeben werden.

Wie viele Impfdosen stehen überhaupt zur Verfügung?

Bisher wurden in Sachsen rund 15 600 Impfdosen gespritzt (Stand Donnerstagabend) - sie gingen vor allem an Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie an medizinisches Personal in den Krankenhäusern. Mit seiner Impfquote liegt Sachsen damit im Vergleich zu anderen Bundesländern bisher eher im hinteren Bereich. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) kündigte an, dass ab Montag täglich 2800 Menschen in Sachsen geimpft werden sollen - in Krankenhäusern, Pflegeheimen und in den Impfzentren. Nach Sachsen wurden bisher 68 250 Impfdosen für 34 125 Personen geliefert. Die Hälfte wird für die nötige zweite Impfung zurückgelegt. Am Freitag traf zudem eine weitere Lieferung ein. Für Januar sind für den Freistaat mehr als 102 000 Impfdosen für gut 51 000 Menschen durch den Bund angekündigt.

Seit wann wird in Sachsen geimpft?

Am 27. Dezember wurden in den Sachsen die ersten Dosen des Impfstoffes von Biontech und Pfizer gespritzt, zuerst in einem Pflegeheim in Lichtentanne bei Zwickau und in Radeberg sowie im Chemnitzer Klinikum. Weil immer zweimal geimpft werden muss, steht etwa in Lichtentanne der nächste Termin am 17. Januar an. Bisher seien bei den geimpften Heimbewohnern keine Beschwerden aufgetreten, hieß es. Seit dem 27. Dezember sind mobile Impfteams in Alten- und Pflegeheimen im Einsatz.

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