Iris Kloppich soll sich um Opferschutz kümmern

Ehemalige DGB-Chefin wird Beauftragte des Freistaates

Dresden.

Nach langem Suchen ist nun geklärt, wer sächsische Opferschutzbeauftragte werden soll. Nach Informationen der "Freien Presse" übernimmt die ehemalige sächsische DGB-Chefin Iris Kloppich das neu geschaffene Ehrenamt. Die SPD, die den Posten besetzen darf, hat sich demnach für die Ex-Gewerkschafterin entschieden.

Kloppich hatte den DGB in Sachsen von 2010 bis 2017 geführt. Sie war 2015 von Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) unter anderem wegen "ihres unermüdlichen Einsatzes für die Interessen der Arbeitnehmer" mit der Sächsischen Verfassungsmedaille ausgezeichnet worden.

Die 66-Jährige soll künftig für diejenigen da sein, "die bei Straftaten und extremistischen Vorfällen verletzt werden und zu Schaden kommen". So hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) im September die Aufgaben des neuen Amtes beschrieben. Auch die Angehörigen von Opfern bräuchten einen "vertrauensvollen Ansprechpartner".

Der sächsische Regierungschef hatte zunächst die ehemalige sächsische Sozialministerin Helma Orosz (CDU) als Beauftragte favorisiert. Orosz lehnte die Offerte allerdings ab. Nachdem die Landesregierung dann im März den früheren Leipziger Bundestagsabgeordneten Thomas Feist (CDU) zum Beauftragten für Jüdisches Leben ernannte, pochte die SPD-Seite der Koalition darauf, die künftige Opferschutzbeauftragte bestimmen zu dürfen.kok

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