Sachsen
Joachim Gauck mit Brückepreis in Görlitz geehrt

Für seinen Einsatz für Freiheit und ein geeintes Europa ist der Alt-Bundespräsident ausgezeichnet worden. Warum der Preis in diesem Jahr an ihn geht.

Görlitz.

Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck ist mit dem Internationalen Brückepreis der Europastadt Görlitz/Zgorzelec ausgezeichnet worden. In der Begründung hieß es, Gauck habe sich in besonderer Weise um Demokratie, Freiheit und Völkerverständigung in Europa verdient gemacht. Die Auszeichnung wurde am Mittwochabend im Kulturforum Görlitzer Synagoge überreicht.

Gewürdigt wurde Gaucks langjähriges Engagement für Menschenrechte und den Dialog zwischen Völkern, Religionen und Kulturen. Als evangelischer Pastor in der DDR, später als Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde und als Bundespräsident habe er sich konsequent für eine offene Gesellschaft eingesetzt. Auch nach dem Ausscheiden aus seinen Ämtern sei er eine prägende Stimme für Freiheit, Verantwortung und ein geeintes Europa geblieben, hieß es.

Der Internationale Brückepreis wird seit 1993 an Persönlichkeiten verliehen, die sich um die demokratische Entwicklung und Verständigung in Europa in herausragendem Maße verdient gemacht haben. Er ist mit 2.500 Euro dotiert. Bisherige Preisträger waren unter anderen die Schriftstellerin Herta Müller und ihr Kollege Günter Grass, der Architekt Daniel Libeskind und der estnische Komponist Arvo Pärt. (dpa)

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