Jubiläumskonzert der Dresdner Hope-Charity abgesagt

Dresden (dpa) - Das für Freitag geplante Jubiläumskonzert der Dresdner Hope-Gala wird wegen der Corona-Pandemie ins nächste Jahr verschoben. «Wir haben Verantwortung für die Gesundheit unserer Gäste», begründete die Initiatorin der jährlichen Charity, Viola Klein, am Dienstag die Entscheidung. Trotz eines auch unter verschärften Corona-Schutzregeln gültigen Hygienekonzepts sei fraglich, ob sich die Gäste in einer Veranstaltung mit über 600 Menschen wirklich wohl fühlten.

Laut Klein soll nun so schnell wie möglich ein neuer Termin gefunden werden, die Tickets behalten ihre Gültigkeit. Die drei Charity Dinner sollen jedoch stattfinden. Der erste Abend in Dresden wird in zwei Essen mit je 100 Gästen an diesem Freitag und Samstag geteilt, sagte Klein. Die Konzepte für Berlin (20. November) und München (29. Januar 2021) würden noch einmal geprüft.

Die Unternehmerin und ihr Team sammeln seit 15 Jahren Spenden für das Projekt Hope Kapstadt in Südafrika - bisher über 1,7 Millionen Euro. Damit werden Kinderärzte finanziert, die sich in den Townships um HIV-positive oder an Aids erkrankte Kinder kümmern. «Die wichtigste Aufgabe ist gerade der Kampf gegen Hunger», sagte Stefan Hippler, Gründer und Leiter des Hope Cape Town Projekts. Wegen des langen Corona-Lockdowns könnten die Menschen nicht arbeiten und kein Geld verdienen, um Essen zu kaufen. Hope versorge seit Monaten täglich mehr als 1000 Menschen mit Suppenküchen.

Laut Hippler gibt es in der Pandemie auch Probleme bei der Betreuung HIV-positiver Kinder. Viele versäumten aus Angst vor dem Coronavirus Kontrolltermine im Krankenhaus. Und weil Schwangere nicht zum HIV-Test kommen, werden wieder mehr positive Babys geboren. «Das wirft das Projekt um Jahre zurück.» Hoffnung gibt es indes bezüglich der Berufsausbildung von Jugendlichen in Deutschland. «Nächstes Frühjahr geht es los.»

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