Jugendliche unterrichten Altersgenossen in Sachen Demokratie

Dresden (dpa/sn) - Jugendliche sollen an sächsischen Schulen helfen, Rassismus und Diskriminierung zu bekämpfen. Die speziell ausgebildeten jungen Menschen hätten allein aufgrund ihrer Erfahrungen und Sprache einen anderen Zugang zu ihren Altersgenossen, teilte die sächsische Jugendstiftung am Freitag mit. In einem geschützten Raum entstünden auf diese Weise Gespräche über den Umgang mit Diskriminierungen und Vorurteilen. Jedes Jahr würden in Sachsen 15 solcher «Peer-Trainer» im Alter zwischen 14 und 17 Jahren ausgebildet. In Workshops setzten sie sich dann mit Schulklassen und Jugendgruppen zu Themen wie Ausgrenzung, Mobbing, Rassismus, Gewalt und Vielfalt auseinander.

«Niemand kann Jugendlichen demokratische Werte besser vermitteln als junge Menschen selbst», sagte Familienministerin Franziska Giffey (SPD). Das 2017 als Bundesmodell gestartete Projekt soll nun an den sächsischen Schulen etabliert werden. Nach Angaben des Landes-Kultusministeriums sind im nächsten Jahr rund 70 000 Euro dafür eingeplant.

«Die Meinungen und Empfehlungen Gleichaltriger haben häufig mehr Gewicht und sind motivierender, als die Ratschläge von Eltern oder Lehrern. Das nutzt das Peertraining und hinterlässt so einen nachhaltigen Lerneffekt und ein gestärktes Selbstbewusstsein bei den Jugendlichen», sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU).

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