Jugendwerkhof Crimmitschau: Vom DDR-Heimkind zum Neonazi

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Das DDR-Regime und seine Kinderheime: Was passiert, wenn ein junger Mensch dressiert und unterdrückt wird? Eine Gruppe von Wissenschaftlern erforscht die Spätfolgen der Heimerziehung.

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55 Kommentare
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  • 6
    0
    Hirtensang
    17.04.2021

    Es ist Fakt, hier wird bewusst Kinderheim mit Jugendwerkhof vermischt.
    Das Schicksal dieses 53 jährigen Mannes ist zu bedauern. Zur Wende war Gunnar 21 Jahre alt. Er hätte in 31 Jahren zu sich finden und für sich Verantwortung übernehmen können. Auf alle Fälle ist sein Schicksal für DDR-Kinderheime und Jugendwerkhöfe nicht repräsentativ. Aber, wenn Opferrenten ausgeschrieben werden, muss man auch etwas dafür bieten.
    In den achtziger Jahren war in der Nähe des Jugendwerkhofes Crimmitschau ein Reitplatz. Durch die Arbeitstätte in Zwickau bin ich an Wochenenden oft auf diesem Platz zum Reiten gewesen. Ich hatte vom Werkhof andere Eindrücke

  • 9
    1
    kartracer
    17.04.2021

    Ich werde sauer, wenn solche Auswüchse immer wieder unter den drei großen Buchstaben "DDR" indiziert werden.
    Hat auch die derzeitige Garde der Nazis und Rechtsradikalen, oder auch Vergewaltiger ein solches Erlebnis gehabt, um diese Eigenschaften zu leben???
    Warum nicht auch unter den Buchstaben "Alt BRD", YouTube und "Freistatt" zeigt wo brutalste Verbrechen an Kindern durch Gottesdiener aller Rangordnungen begangen wurden, die deckt aber der heilige Mantel mit dem Kreuz zu.
    Bitte immer die "ganze " Wahrheit aufarbeiten.
    Es darf und soll nichts schöngeredet oder vergessen werden, aber damit muß Schluß sein, ständig ALLES der DDR in die Schuhe zu schieben!

  • 13
    3
    TWe
    16.04.2021

    @Hinterfragt
    Das irritierte auch mich beim Lesen des Artikels.

    Hier wird die Opfer(der Umstände)-Rolle mit der (Straf-)Täterrolle durcheinander gebracht.

    Es ist sicherlich auch so, dass das eine das andere begünstigt. Zwangsläufig (wie hier suggeriert) ist der Weg aber keinesfalls. Und ein Leben im Kinderheim hat definitiv auch nicht automatisch einen Aufenthalt im Jugendwerkhof nach sich gezogen.

    Mir ist das Ganze auch zu einseitig geschrieben. Insbesondere finde ich, dass mit dem Artikel denjenigen Unrecht getan wird, die trotz ähnlicher Biografie (Kinderheim) nicht zum jugendlichen Straftäter und späteren Nazi geworden sind.

    Die Verhältnisse im Jugendwerkhof waren definitiv indiskutabel. Der Grund für den hier beschriebenen Aufenthalt war jedoch offenbar eine vollzogene Vergewaltigung. Ich frage mich, was aus dem Opfer dieser Tat geworden ist.

  • 18
    3
    Hinterfragt
    16.04.2021

    Irgendwie ist das ganze wohl am Thema vorbei!
    Der Jugendwerkhof war KEIN Kinderheim!

    Im Jugendwerkhof wurden straffällige Jugendliche untergebracht, also eine Art Jugendknast mit Freigang.

    Die Kinderheime, für Kinder die niemand mehr hatten oder deren Eltern überfordert waren, waren eine ganz andere Baustelle.

  • 12
    5
    Stonep
    16.04.2021

    Das Leben im Jugendwerkhof war bestimmt nicht einfach. Aufzuwachsen ohne Eltern, ohne deren Hilfe, deren Vorsorge und deren Schutz ist bestimmt eine große Belastung gewesen.
    Gerade deshalb würde es mich interessieren, ob es auch ehemalige Heimkinder gibt, die im Nachhinein dankbar für die Unterbringung im Jugendwerkhof waren und jetzt einen festen Platz in der Gesellschaft haben.