Karl-Wilhelm-Fricke-Preis für Gedenkstätte Torgau

Torgau (dpa/sn) - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Arbeit der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau gewürdigt. Das leidenschaftliche Engagement der Initiativgruppe als Trägerverein sei ein wichtiger Beitrag der Aufklärung und Auseinandersetzung mit unserer jüngeren Geschichte, so Kretschmer am Freitag. Am Tag zuvor wurde die Initiative mit dem Karl-Wilhelm-Fricke-Preis ausgezeichnet. Mit dem mit 20 000 Euro dotierten Preis würdigt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Menschen, Projekte und Initiativen, die einen Beitrag für Freiheit, Demokratie und Zivilcourage leisten.

«Wir haben es geschafft, das Thema repressive DDR-Heimerziehung als dunkles Kapitel der DDR-Geschichte in die Welt zu tragen», so die Vorsitzende der Initiativgruppe, Gabriele Beyler. Torgau war der einzige geschlossene Jugendwerkhof in der DDR. Zwischen Mai 1964 und November 1989 waren dort rund 4000 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren zeitweise zur Umerziehung weggesperrt. Seit 1997 ist das Areal Gedenkstätte.

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