Keine Zeugenhinweise zu Silvesterrandale in Connewitz

Leipzig/Dresden (dpa/sn) - Ein Zeugenaufruf der Polizei zu den Silvesterausschreitungen am Connewitzer Kreuz in Leipzig hat bislang keinerlei Hinweise ergeben. Es habe sich niemand gemeldet, sagte der Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA), Tom Bernhardt, am Montag in Leipzig. Das sei für die Ermittler nicht unbedingt überraschend. Bei Ermittlungen zu mutmaßlich linksextremen Straftaten seien Hinweise regelmäßig dünn gesät. Das LKA hatte den Zeugenaufruf am 2. Januar veröffentlicht.

Am Connewitzer Kreuz hatten sich laut Polizei in der Silvesternacht mehr als 1000 Menschen versammelt. Nach Mitternacht eskalierte die Situation. Ein 38 Jahre alter Polizist wurde schwer am Ohr verletzt und mehrere Tage lang im Krankenhaus behandelt. Die Sicherheitskräfte gehen davon aus, dass es sich bei den Angreifern um Linksextremisten handelt. Dazu, wer den Beamten verletzt hat, laufen Ermittlungen. Der Tatverdacht lautet auf versuchten Mord.

Die Staatsanwaltschaft führt insgesamt 14 Strafverfahren. Gegen vier Tatverdächtige im Alter von 27, 29, 30 und 32 Jahren ergingen Haftbefehle.

2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 10
    3
    Malleo
    06.01.2020

    Wer sich bei " Demos" hinter "Ganz Connewitz hasst die Polizei" versammelt, wird doch seine Antifa Kumpels nicht verpfeifen.
    Wie naiv ist denn diese Erwartung zu
    " Zeugen"?

  • 3
    0
    Tokeah
    06.01.2020

    Dünn gesät heisst aber auch, dass in dieser Zeit an Silvester, als geschah, was geschah, kaum Leute unterwegs waren. Die Meisten waren sicher Zuhause oder zu Party und Feier bei Freunden, Bekannten, Verwandten etc.



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