Kipping: Ostdeutsche Interessen maximal auf Platz zwei

Berlin (dpa) - Linke-Chefin Katja Kipping sieht auch 30 Jahre nach dem Mauerfall noch Defizite bei der Repräsentation Ostdeutschlands im Bundestag. «Ich bin jetzt eine Weile schon im Bundestag und habe immer wieder beobachtet, in allen Fraktionen, außer in meiner, haben die ostdeutschen Interessen immer maximal den zweiten Platz eingenommen», sagte Kipping am Sonntag in der ARD-Sendung «Bericht aus Berlin».

Grundsätzlich sei das Verständnis zwischen Ost und West zwar gerade in den jüngeren Generationen vorangekommen. «In der Generation meiner Eltern sehe ich dagegen schon, dass viele so eine Erfahrung haben, dass ihnen ihre Lebensleistungen aberkannt wurden. Und manche gesagt haben, es wurde überhaupt nicht gesehen, was wir gemacht haben oder wir fühlen uns unsichtbar.» Das führe zu einer Stimmungslage, die hochgefährlich sei.

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