Kirche wirbt für Tempo 130 auf Autobahnen - 25.000 unterstützen Petition

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland mischt sich in die Tagespolitik ein. Darf sie das? In Sachsen sagt der Bischof: nein. Zustimmung kommt indes von unerwarteter Seite.

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12Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    3
    saxon1965
    25.03.2019

    Und wie so oft, wieder einmal ein Thema für einen Volksentscheid, aber die scheuen die Herren, Damen und Diversen Politiker wie der Teufel das Weihwasser. Wo wir dann doch wieder bei der Kirche (katholisch) wären.
    Noch darf auch ich schneller fahren, aber mal ehrlich, mit "Freiheit" hat das nichts zu tun. Es gibt genügend Gründe, die für ein Tempolimit sprechen und das Leben ist immer noch das höchste Gut was wir (nur einmal) haben.
    Dass wie so oft Lobbyinteressen (Autoindustrie) über dem Schutz der Allgemeinheit stehen, wundert schon längst nicht mehr wirklich.

  • 2
    1
    Jemand
    25.03.2019

    @Distelblüte,
    Mit blutiger Geschichte der Kirche meine ich nicht nur die Kreuzzüge, sondern generell die verhängnissvollen Verbindungen von Thron und Altar.

    Gegen ein Tempolimit spricht gar nichts.

    Bei meiner Frage ging es mir nicht um politisch aktive Muslime (dagegen ist ja nichts einzuwenden), sondern um politisch aktive Moschee(-Vereine).

    Es ist nicht mit Demokratie vereinbar, dass nicht gewählte, politisch aktive (religiöse) Gruppierungen wie die Kirchen und Moscheen staatlich subventioniert werden. Das geht nicht.
    Schaffen wir die Staatsleistungen und alle anderen Privilegien an die Kirchen ab (statt sie nun auch noch den Moschee-Vereinen zukommen zu lassen) und sie können politsch aktiv sein wir sie möchten.

  • 2
    3
    Tauchsieder
    25.03.2019

    Es sind ja schon gelbe Engel auf deutschen Straßen gesehen worden "Del...".

  • 4
    6
    Distelblüte
    25.03.2019

    @Jemand: Der Verweis auf die Kreuzzüge wird immer gern eingesetzt, um eine Kirche, die sich politisch äußert und einmischt, abzuwürgen. Sozusagen ein Totschlagargument.
    Aber einmal sachlich gefragt: Was spricht gegen ein Tempolimit von 130 km/h?

    Und ein kleiner Nachsatz: Nicht jeder politisch handelnde Mensch muslimischen Glaubens ist ein Islamist.

  • 6
    5
    Deluxe
    24.03.2019

    Natürlich muß sich die Kirche ums Tempolimit kümmern. Das ist eine ihrer Kernkompetenzen.

    Schließlich wissen nur Kirchenvertreter wirklich genau, wie schnell Schutzengel fliegen können...

  • 4
    5
    Jemand
    24.03.2019

    @ Distelblüte: "Und falls jetzt wieder Einwände kommen, "die Kirche" gehe Politik nichts an: das ist falsch. Das Evangelium hat seit jeher auch politische Sprengkraft."

    Richtig. Schauen Sie sich z. B. die blutige Geschichte des Christentums; dann noch die Misstände in der kath Kirche - das ist wirkich "Sprengstoff" - aber eben nicht wirklich positiver.

    Distelblüte, würden Sie auch folgenden Satz unterschreiben:
    "Und falls jetzt wieder Einwände kommen, "die Moschee" gehe Politik nichts an: das ist falsch. Der Koran hat seit jeher auch politische Sprengkraft." ?
    Politschen Islam wollen wir nicht, aber poliotisches Christentum ist o.k.?

  • 10
    7
    osgar
    23.03.2019

    So weit sind wir also schon, daß die Kirche (mit)bestimmt, welches Tempo auf deutschen Autobahnen gefahren werden soll.
    Ich dachte eigentlich, daß diese Truppe in ihren Reihen genug Probleme hat ( wenn auch die Katholiken sicher mehr als die Protestanten). Darum sollten sie sich kümmern.

  • 9
    5
    Zeitungss
    23.03.2019

    130 km/h ist ok. Wenn die Kirche sich neuerdings um die STVO kümmert, ist sie nicht ausgelastet, denn sie hat genug eigene Baustellen, welche im höheren "Geschwindigkeitsbereich" wahrscheinlich untergegangen sind. Das BVM kümmert sich bekanntlich auch nicht um geistige Belange in den Kirchen. Hat man Bedenken, dass bei höheren Geschwindigkeiten die Autobahnkirchen nicht mehr erkannt werden und die entsprechenden Spendenbüchsen vernachlässigt werden ?

  • 9
    4
    Einspruch
    23.03.2019

    Auf der A4 ist doch schon nur 60 erlaubt. Die Kirche kommt zu spät.
    Gibt es in der Religion nichts mehr zu tun?

  • 6
    6
    Distelblüte
    23.03.2019

    Die sächsische Landeskirche versucht durch, nennen wir es Zurückhaltung, keinen zu verprellen. In meinen Augen ein falscher Ansatz. Andere Landeskirchen sind da zum Glück viel deutlicher. Persönlich halte ich ein Tempolimit von 130 für ausreichend, um zügig ans Ziel zu kommen. Ich fahre allerdings auch nur einen Kleinwagen.
    Auch wenn Herr Bischof Rentzing hier eher nicht mitliest: eine Kirche sollte nicht mit Opportunismus glänzen. Wer keinem auf die Zehen treten will, ist irgendwann völlig verbogen. Auch bei den Herausforderungen der letzten Jahre hat es die sächsische Landeskirche vermieden, klare Worte gegen rechten Populismus zu finden. Es wäre dringend nötig gewesen, sich zu positionieren, stattdessen wurde sozusagen in aller Stille Geflüchteten geholfen.
    Und falls jetzt wieder Einwände kommen, "die Kirche" gehe Politik nichts an: das ist falsch. Das Evangelium hat seit jeher auch politische Sprengkraft.

  • 1
    5
    Tauchsieder
    23.03.2019

    Das wäre auch hilfreich - Pub praestare permanens tua!

  • 2
    1
    BuboBubo
    23.03.2019

    Wie immer bei der Bewertung politischer Agitation hilft auch hier die Antwort auf die Frage weiter: Cui bono?



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