Köpping: Weitere Gespräche zu geplantem Behörden-Umzug

Dresden (dpa/sn) - Im Streit um einen Umzug der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) von Dresden nach Bischofswerda ist noch keine Entscheidung gefallen. Sozialministerin Petra Köpping (SPD) erklärte am Dienstag, ihr Haus solle zwar zusammen mit dem Finanzressort «in relativ kurzer Zeit» eine Beschlussvorlage für das Kabinett erarbeiten. Zuvor wolle sie aber nochmals Gespräche mit dem Personalrat der LUA führen. «Es ist noch keine Entscheidung gefallen, aber die Gespräche werden jetzt intensiviert.» Eine Lösung müsse nach der Unklarheit in der Vergangenheit bald her.

In der LUA-Belegschaft gibt es große Widerstände gegen einen Wegzug aus Dresden. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte am Montag bei einer Personalversammlung die mehr als 200 Mitarbeiter von Bischofswerda zu überzeugen versucht. Die Behörde muss umziehen, weil ihr bisheriger Standort in einem Wohngebiet als ungeeignet gilt und die Sanierungskosten als zu hoch.

Köpping sagte, sie habe die Sorge, dass Mitarbeiter bei einem Umzug ihren Job kündigen könnten. «Wir haben bei der Landesuntersuchungsanstalt wirklich sehr spezialisierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Ärzte, Tierärzte, Chemiker, Biologen, Laborfachleute und, und, und, die in Dresden eine große Chance haben, eine andere Arbeitsstelle zu finden.» Sie habe im Kabinett laut die Sorge geäußert, dass die Betriebsfähigkeit der LUA beeinträchtigt werden könnte.

Wenn es durch «eine gute Kommunikation» in Mitarbeitergesprächen gelinge, die Arbeitsfähigkeit der LUA auch in Bischofswerda zu sichern, dann habe sie keine weiteren Bedenken, sagte Köpping. «Bischofswerda ist eine tolle Stadt. Ich selber war viele Jahre Landrätin und vertrete auch, dass man in ländlichen Regionen durchaus auch Landesbehörden ansiedelt.»

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