Kommunen fordern mehr Unterstützung gegen Schrottimmobilien

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Städte und Gemeinden haben vom Land mehr Unterstützung im Kampf gegen verfallene Gebäude mit oft ungeklärten Besitzverhältnissen gefordert. Bei sogenannten Schrottimmobilien scheitere es meist nicht am Willen der Kommunen, diese zu beseitigen, sagte der Geschäftsführer des Sächsischen Städte- und Gemeindetags, Mischa Woitscheck, der Deutschen Presse-Agentur. Gründe seien eher begrenztes Personal und wenig finanzieller Spielraum. Dabei könnten einige Landesprogramme des Freistaates den Städten und Gemeinden tatsächlich weiterhelfen.

«Leider sind diese Programme seit Jahren deutlich unterfinanziert», monierte Woitscheck. «Wir würden uns hier ein stärkeres finanzielles Engagement des Freistaates Sachsen wünschen.» Im Entwurf des nächsten Doppelhaushalts für 2021/2022 seien wiederum nur drei beziehungsweise fünf Millionen Euro für entsprechende Landesprogramme als Hilfe vorgesehen.

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
22 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 1
    0
    sunhiller
    22.02.2021

    @KatharinaWeyandt...nach ausreichender Frist...das Haus abnhemen und unter ihre Verwaltung stellen kann...
    ...Der Besitzer bekommt dann eine Entschädigung, wenn er sich meldet..

    Was ist denn eine ausreichende Frist ?
    Und wenn er sich nicht meldet wird er dann enteignet ?

    Das wären ja auf dem Sonnenberg (Nord) auch noch eine Menge Häuser !

    Wir haben die Wahl im September, und ich glaube mit Ihren Parolen können Sie ihre Wähler bei der Stange halten, aber keine neuen gewinnen.

  • 1
    2
    KatharinaWeyandt
    22.02.2021

    Wofür wird da eigentlich Geld gebraucht? Wenn die Kommune dem Besitzer nach ausreichender Frist, sich selbst zu kümmern, das Haus abnhemen und unter ihre Verwaltung stellen kann, dann kann sie aus so einer Immobilie doch etwas machen. Der Besitzer bekommt dann eine Entschädigung, wenn er sich meldet. Oder fehlt da etwas an den Gesetzen?