Komsa schließt Reparaturcenter in Polen

Hartmannsdorf/Breslau (dpa/sn) - Der Kommunikationsdienstleister Komsa schließt nach zwölf Jahren sein Reparaturcenter im polnischen Breslau (Wroclaw). Wie das Unternehmen aus dem mittelsächsischen Hartmannsdorf am Freitag mitteilte, werden dadurch im kommenden Frühjahr rund 300 Mitarbeiter entlassen. Als Grund für die Schließung nannte die Komsa Kommunikation Sachsen AG, dass der Hauptauftraggeber in Polen seinen Vertrag für die Reparatur von Handys, Smartphones und Tablets gekündigt habe.

Ohne den Hauptauftraggeber könne das Reparaturcenter in Breslau nicht weitergeführt werden, sagte der Vorstandsvorsitzende Uwe Bauer. «Die Nachfrage nach professionellen Reparaturservices im polnischen Markt ist zu gering», fügte er an. Von der Schließung nicht betroffen sei die Versorgung des polnischen Handels mit Telekommunikations- und IT-Produkten. Diese erfolge weiterhin vom Standort in Breslau.

Komsa will das Reparaturgeschäft für Deutschland und Polen nun in seinem Hauptsitz in Hartmannsdorf bündeln. Dort werde neues Personal gesucht, teilte das Unternehmen mit. Derzeit seien rund 60 Stellen ausgeschrieben.

Durch die Entlassungen in Breslau sinkt die Zahl der Mitarbeiter der Komsa-Gruppe auf rund 1450 in den Standorten Hartmannsdorf, Breslau und Kamen (Nordrhein-Westfalen). Im Geschäftsjahr 2017/2018 erwirtschaftete das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Umsatz von mehr als 1,2 Milliarden Euro.

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