Kramp-Karrenbauer: Mitte muss rechter Gewalt entgegentreten

Berlin (dpa) - CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer ruft die Zivilgesellschaft nach den rechtsextremen und ausländerfeindlichen Übergriffen in Chemnitz dazu auf, sich in aller Deutlichkeit von rechter Gewalt abzugrenzen. «Rechtsradikale und Neonazis verbreiten Lügen und rufen zur Gewalt auf. Die AfD zeigt mit der Unterstützung für Gewalttäter wieder einmal, dass sie rechtsradikale Elemente in ihren Reihen duldet. Die breite Mitte der Gesellschaft ist aufgerufen, sich dem entgegen zu stellen, nicht nur in Sachsen, sondern überall in Deutschland», sagte Kramp-Karrenbauer am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

In Chemnitz hatte es am Sonntag am Rande des Stadtfestes eine tödliche Auseinandersetzung zwischen Deutschen und Ausländern gegeben. Ein 35 Jahre alter Deutscher starb, zwei weitere Männer wurden schwer verletzt. Rechtsextreme instrumentalisierten das Geschehen für ihre Zwecke und zogen am Sonntag und Montag durch die Innenstadt. Kramp-Karrenbauer sagte, sie wende sich «klar gegen Aufrufe zur Gewalt, Selbstjustiz und blanken Hass», der Rechtsstaat müsse sich durchsetzen. Unabhängig davon forderte sie, das Tötungsverbrechen und seine Umstände müssten aufgeklärt und die Täter bestraft werden.

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