Kretschmer: AfD zeichnet ein Zerrbild von Sachsen

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat der AfD vorgehalten, ein Zerrbild von der Wirklichkeit im Freistaat zu zeichnen. Die sächsische AfD erinnere sehr an die NPD, an die Reden, die man früher gehört habe, sagte Kretschmer am Mittwoch im «Morgenmagazin» der ARD. «Das macht uns große Sorgen, vielen Menschen in diesem Land. Die AfD versucht, eine Protestwahl zu erzeugen. Sie diskutiert mit uns nicht über den Freistaat Sachsen, das, was wir hier erreichen wollen, sondern sie organisiert im Internet ein Zerrbild über eine Situation, die es so nicht gibt, aber die natürlich bei einem Teil der Menschen verfängt.»

Kretschmer zufolge mache das Internet es sehr leicht, Informationen ohne Faktencheck zu verbreiten. «Wir erleben eine Diskussion immer noch über die Flüchtlingspolitik. Dieses Zerrbild besteht ja darin, dass seit 2015 unglaublich viel passiert ist», sagte Kretschmer und verwies auf die stark rückläufigen Zahlen angekommener Flüchtlinge: «Wir sind konsequent bei der Abschiebung, wir sind konsequent bei der Integration. Auch das muss man vermitteln.» Man werde auch die Menschen wieder erreichen, die jetzt ein anderes Bild haben. Jetzt sei entscheidend, dass die große Mehrheit zur Wahl gehe, damit die Minderheit nicht zu stark werde.

Kretschmer verwies darauf, dass keine Partei mit der AfD über eine Koalition reden werde. Es sei klar, dass eine Stimme für die AfD verschenkt ist.

Bewertung des Artikels: Ø 5 Sterne bei 2 Bewertungen
8Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 6
    0
    Nixnuzz
    09.08.2019

    @ralf66 - erster Kommentar v.07.08.2019: Finde Ihre Aufstellung lesenswert. Es wäre sicherlich einfach, alle diese Punkte in einer Monokratur von 1 Person "ganz oben" lösen zu lassen. Nur hier existiert ein Förderalismus, an dessen letzter Stelle wir begossene Pudel stehen. Es wäre sicherlich hilfreich und verständnisfördernd, wenn Sie oder irgendjemand anderes Lust und Laune hat, sich zu jedem Problem die hierzu jeweils verantwortliche Entscheidungsebene herauszufiltern. Da hört faktisch die einfache Demokratie auf und die Bürokratie und Parteipolitik beginnt. Uns Bürgern bleibt neben der Stimmabgabe zu bestimmten Terminen entweder hier Stellung zu beziehen oder lautstark vor die Rathäuser oder sonstwo hin zu ziehen. Vielleicht noch Eingaben beim Bürgermeister plazieren oder einen Pettitionsausschuss zu belästigen - soll manchmal funktionieren. Schauen Sie sich nur die Rechte an den Strassen an, welche wem gehört und welcher Papierkrieg erforderlich ist, ein Schlagloch reparieren zu lassen. Oder die Einwände für Überlandleitungen zu Windmühlen, die keiner hinterm Haus haben will. Von persönlicher Profilierung mancher Entscheider ganz zu schweigen.

  • 8
    0
    OlafF
    07.08.2019

    ,,Im Übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht. ,,Kurt Tucholsky“ ?

    Annalena Baerbock als ,,Warnerin“, was „im ländlichen Raum“ geschieht, wenn die Sachsen falsch wählen würden und Ministerpräsident Michael Kretschmer als Erzieher und Belehrer der AFD- Wähler (hier als Protestwähler deklariert), über die Folgen ihrer Ausübung demokratischer Grundrechte!

    Ich würde sagen 2x Eigentor, als Zerrbild eine seltsamen Demokratievorstellung.

    Ein gewisser Herr Max Weber hatte übrigens behauptet:
    Der „Gesinnungsethiker“ fühlte sich einzig und allein dafür verantwortlich, dass „die Flamme der reinen Gesinnung nicht erlischt" Bringt ihn eine aus reiner Gesinnung getroffene Entscheidung nicht weiter oder führt sie gar zu üblen Folgen, die er keineswegs beabsichtigt hat, dann sucht er die Verantwortung nicht bei sich, sondern macht „die Welt dafür verantwortlich, die Dummheit der anderen Menschen „

    .Also bitte, für das Bewusstsein seiner Wahlentscheidung ist jeder Bürger selbst verantwortlich! Und damit erfüllt sich der erste hier abgegebene wunderbare Kommentar vielleicht...

  • 13
    7
    BlackSheep
    07.08.2019

    So schnell gebe ich nicht auf FP, ich finde immer noch das Zerrbild hat die CDU gezeichnet indem alle Kritiker als Nazis diffamiert wurden.

  • 12
    6
    ralf66
    07.08.2019

    Hat die Politik der Altparteien nur noch die AfD im Kopf, statt sich selber mit Inhalten einer vernünftigen Politik zu beschäftigen und das den Wählern zu vermitteln, kauen sie den Wählern immer wieder eine Politik vor, die das beinhaltet was den Wählern eben nicht gefällt. Viele können eben mit dieser Migration nichts anfangen und sehen im Land die Probleme mit der Migration, die Energiewende völlig überzogen und verschlingt Finanzen die anderswo besser gebraucht würden wie im Straßenbau, in der Bildung, für Kitas und Schulen, zielgerichtete Bekämpfung der Obdachlosigkeit, kostenlose Essenversorgung für Kita-Kinder, Rente, ärztliche Versorgung auf dem Land, Ausbau des Nahverkehrs das man mit dem Buss auch zur Arbeit kommt und wieder zurück, Güterverkehr auf die Schiene, Rückführung der Bahn in ein staatliches Unternehmen so das wieder was funktioniert und nicht erst die Aktionäre fett gefüttert werden müssen, konsequente Abschiebung von Flüchtlingen die ohne Ausweispapiere nach Deutschland kommen oder in Deutschland ohne Papiere sind, konsequente Abschiebung von Flüchtlingen die die Gastfreundschaft des Landes missbrauchen wenn sie randalieren und straffällig werden, absolut verschärfte Steigerung der Sicherheit im öffentlichen Raum, Steuersenkungen statt Steuererhöhungen mal paar Beispiele, die vor den Wahlen punkten könnten und nach den Wahlen durchgedrückt werden müssten.

  • 7
    17
    Blackadder
    07.08.2019

    @Lesemuffel: Da Sachsen deutschlandweit was die Kriminalität angeht nicht besonders hervorsticht, wird wohl der Bedarf an Polizisten vor allem daran liegen, dass man hier in den letzten Jahren zu viele Stellen gestrichen hat.

  • 8
    17
    Distelblüte
    07.08.2019

    Kretschmer hat insofern recht, als die AfD auf emotionale Weise ihren Wahlkampf führt. Auch das Regierungsprogramm besticht nicht unbedingt durch konkrete Pläne, wie demnächst Probleme in Sachsen angepackt werden sollen; es begnügt sich mit dem Ausmachen von Sündenböcken, (selbstverständlich die Ausländer und die, die sie ins Land ließen) und plakativen Aufrufen, zurück zu einem Deutschland für Deutsche (und nur für die).
    Wenn irgendeine andere Partei versucht, mit Fakten oder konkreten Plänen zu punkten, wird niemand den klassischen AfD-Wähler damit erreichen, weil der emotionale Trigger damit nicht bedient wird.

  • 17
    7
    Lesemuffel
    07.08.2019

    Wo nimmt der Ministerpräsident nur die Zeit her, sich täglich mit der AfD zu beschäftigen. Die CDU braucht ihn doch dringender den je. Lieber die 1000 zusätzlichen Polizisten beginnen zu organisieren. Warum braucht man die eigentlich? Die wachsende Unsicherheit im Lande ist doch nur eine Erfindung der AfD.

  • 14
    9
    gelöschter Nutzer
    07.08.2019

    Die AfD ist Die einzige Partei die die Realität benennt.



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