Kretschmer bei Corona-Demo: Grundschulbesuch freiwillig

Sachsen kommt in der Corona-Krise nicht zur Ruhe. Ministerpräsident Kretschmer wird bei der Diskussion mit Gegnern der Infektionsschutzmaßnahmen beschimpft. Für Grundschüler ist der Schulbesuch vorerst freiwillig.

Dresden/Chemnitz (dpa/sn) - In Sachsen sind erneut Hunderte Menschen aus Protest gegen die nach ihrer Meinung überzogenen Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus auf die Straße gegangen. In Dresden diskutierte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Samstagnachmittag mit Demonstranten. Dabei verteidigte er die Entscheidungen der Politik und warb zugleich um Respekt für abweichende Meinungen.

Am Abend demonstrierten auf dem Dresdner Neumarkt nach Polizeiangaben rund 180 Menschen gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Begleitet von Gegenprotest kamen aus dem gleichen Grund in Leipzig rund 400 Menschen zusammen. Sie kritisierten Einschränkungen, die Bundesregierung, das Robert Koch-Institut und die Maskenpflicht. Unter den Teilnehmern waren Beobachtern zufolge auch Impfgegner sowie Anhänger von Verschwörungstheorien sowie erkennbar der rechten Szene. Geschätzte 200 Personen protestierten in Bautzen. Laut Polizei verliefen alle Aktionen ohne nennenswerte Vorkommnisse.

Unterdessen ist der Schulbesuch für Grundschüler vorerst freiwillig. Unmittelbar vor der für diesen Montag geplanten Wiedereröffnung von Schulen und Kitas setzte das Kultusministerium für rund drei Wochen die Schulbesuchspflicht für die Klassen eins bis vier aus. Es bestehe zwar weiter eine Schulpflicht, Eltern könnten aber selbst entscheiden, ob ihre Kinder in der Schule oder zu Hause lernen, teilte das Ministerium mit. Die Festlegung gilt bis zum 5. Juni und betrifft nur Grundschulen sowie den Primarbereich der Förderschulen.

Mit der überraschenden Entscheidung reagierte die Behörde auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts Leipzig vom Freitag. Dieses hatte im Eilverfahren zugunsten der Eltern eines Siebenjährigen entschieden, die sich gegen die Öffnung der Grundschulen ohne Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern zwischen Personen gewandt hatten. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) sagte, er bedauere, dass die Richter die Unterschiede in der Entwicklung und Einsichtsfähigkeit zwischen Kindern und Jugendlichen nicht hinreichend gewürdigt hätten.

Derweil scheinen sich die Zahlen der Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus auf einem niedrigen Niveau einzupegeln. Von Samstag auf Sonntag kamen laut Gesundheitsministerium 12 neue Fälle hinzu, von Freitag auf Samstag waren es 28 gewesen. Insgesamt haben sich seit Anfang März 5122 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus angesteckt. Die geschätzte Zahl der Genesenen wurde mit 4450 angegeben, nachdem am Vortag noch 4480 genannt wurden. 195 Menschen sind im Freistaat im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 gestorbenen.

Kretschmer war am Samstag unangekündigt in Begleitung weniger Mitarbeiter mit dem Fahrrad in den Großen Garten in Dresden gefahren, um mit den Menschen zu sprechen. Dabei war er zum Teil dicht umlagert, wurde bedrängt und auch beschimpft.

Von den Teilnehmern an der nicht angemeldeten Demonstration gegen die Corona-Schutzmaßnahmen wurde wiederholt die sofortige Aufhebung aller Beschränkungen in der Krise gefordert. Einige Gesprächspartner leugneten die Existenz des Virus schlichtweg und warfen der Politik vor, mit einer «Corona-Lüge» nur Angst machen zu wollen. Eine Frau sah im Gespräch mit Kretschmer «dunkle Mächte» am Werk. Mehrere Menschen äußerten Sorge vor einer staatlich verordneten Impfpflicht.

Kretschmer blieb etwa eineinhalb Stunden vor Ort. Einige Teilnehmer wurden verbal aggressiv, viele zollten ihm aber für seinen Auftritt Respekt, ein paar klatschen sogar Beifall. Er sei froh darüber, dass es in Sachsen keine Lkw-Kolonnen mit Särgen Toter wie im italienischen Bergamo gab, sagte Kretschmer. Er habe nicht die Verantwortung für eine solche Situation tragen wollen. Manche Entscheidung sei bitter gewesen und habe auch ihm schlaflose Nächte bereitet. Man habe anfangs nicht gewusst, wie sich die Infektion übertrage: «Jetzt sind wir schlauer und deswegen ist jetzt auch viel mehr möglich.»

Kretschmer hatte die Proteste stets als Bestandteil der Demonstrations- und Meinungsfreiheit verteidigt. Auch wenn einem eine andere Meinung nicht gefalle, solle man sie als Beitrag zu einer lebendigen Demokratie akzeptieren, sagte er. «Das heißt aber auch, sich mit dieser anderen Meinung auseinanderzusetzen. Wir müssen offen bleiben für Diskussionen und brauchen Respekt denen gegenüber, die anderer Meinung sind.»

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18Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    1
    ralf66
    18.05.2020

    @BuboBubo, dass mit dem Wasser kommen ist ein Ausspruch, der sich nicht auf die Tränenflüssigkeit bezieht, dass zum Ersten.
    Zweitens, Sie schreiben von den momentanen Fallzahlen im Vergleich Deutschland Schweden, die sind doch völlig uninteressant, wir hatten doch und ich weiß nicht ob Sie's mitbekommen haben gewisse Einschränkungen seit Mitte März in vielen Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland, denken Sie wirklich, dass die Infektionszahlen, die Fallzahlen ohne diese Einschränkungen zurückgegangen wären oder jetzt so sind wie sie sind wenn es keine Einschränkungen gegeben hätte? Ich glaube das nicht.
    Wir haben Bundesländer wie Bayern, Baden-Württemberg und NRW, dort sind die Fallzahlen im März kräftig gestiegen, eingeschleppt wurde dort das Virus durch die massenweise Ski-Touristik schon im Februar aus Österreich und Norditalien (Südtirol), der Karneval als Groß- oder Massenveranstaltung hat hier eine starke Auswirkung in der Verbreitung gehabt, wenn man das ohne Einschränkungen so weiterlaufen hätte lassen, wären die Infektionen durch weitere ins Frühjahr bis jetzt in Massen stattfindenden Veranstaltungen von der Familienfeier über's Dorffest, zum Heimatfest, in Diskos und Bars gewaltig ausgebreitet worden,
    dass Ergebnis wäre gewesen, dass die Anzahl der schwer verlaufenden Coronaerkrankungen in allen Altersklassen und die Sterblichkeit viel höher gewesen wäre wie jetzt.
    Der Blödsinn Coronatote einzuteilen in welche die an Corona oder mit Corona sterben oder gestorben sind ist äußerst fraglich und grenzt an Auslese, denn bei den Grippetoten hat man das so auch nicht unterschieden, wer ohne Vorerkrankungen an der Grippe gestorben ist oder wer mit Vorerkrankungen an der Grippe gestorben ist, dass waren alles Grippetote, bei Corona jetzt will man das plötzlich anders machen, so läuft's nicht.
    Die Vergleiche 25.000 Grippetote 2017/18 zu den Coronatodeszahlen der von vielen Maßnahmegegnern zur Bekämpfung von Corona immer wieder aufgestellt wird ist falsch, denn auch diese 25.000 als Zahl ist eine Schätz- oder Hochrechnungszahl vom RKI gewesen, die sich zusammensetzt aus den ca.1500-2000 laborbestätigten Fällen und den hohen Arztbesuchen wegen der Influenza im gesamten Bundesgebiet, lesen hilft da wirklich für den Maßnahmegegner oder Spaziergänger weiter, nicht nur behaupten.
    Zum Virus als Erkrankung und in der Art der Ausbreitung, was ja von den Spaziergängern völlig ignoriert wird.
    Das Virus ist heimtückisch, dadurch das gerade junge Menschen, die mit Corona infiziert sind das oftmals nicht merken oder nur leichte Beschwerden vernommen werden, gehen die nicht zum Arzt, sind aber trotzdem Träger, sie sind infiziert und geben das Virus unbewusst andere Menschen weiter! Wer das wegredet und ableugnet ist für mich unverantwortlich, durch diese Tatsache ist eine massenweise Ausbreitung immer gegeben. Der Verlauf einer Corona-Infektion ist durchaus unterschiedlich, von leicht bis schwer ist alles möglich, auf die Masse der Infizierten kommt es an und auf die Anzahl der schwer verlaufenden Fälle, wie das Gesundheitssystem damit zurecht kommt, denn wirksame Behandlungsmethoden, so dass man das Virus wirksam in Schach halten kann sind durch fehlende Medikamente nicht da, selbst ein Impfstoff ist unsicher um die Sache in den Griff zu bekommen.
    Neueste Erkenntnisse zeigen auf, dass das Virus nicht nur eine Lungenkrankheit ist, die überstanden werden kann, sondern massiv andere Organe schädigt mit langen Folgeerscheinungen, Kinder können schwere Entzündungskrankheiten bekommen, die schwerwiegende Folgen haben können.

  • 4
    1
    BuboBubo
    18.05.2020

    @ralf66: Ich verstehe Ihren Beitrag nicht. Welches Wasser kommt Ihnen wohin? In die Augen? - Auch wenn der Blick tränenverschleiert sein sollte: Zahlenlesen und vergleichen geht vielleicht noch.
    Schweden hat momentan pro Einwohner elfmal mehr mit Coronavirus Infizierte als Deutschland. Das ist einfach ein Fakt, das kann jeder nachlesen.
    Warum das so toll sein soll erschließt sich mir nicht. Was finden Sie denn so gut daran?
    Niemand wird Ihrer Aussage widersprechen, dass das schwedische Modell das schwedische Modell ist und nicht das deutsche Modell. Aber welchen Erkenntnisgewinn soll man daraus ziehen?

  • 1
    3
    Kastenfrosch
    18.05.2020

    "Mit MNS schützt man ja andere. Da die Demonstranten keinen Schutz anhaben, braucht auch der MP keinen."

    Wie du mir, so ich dir? Dieser Logik folgend, stecken wir uns gegenseitig an, und zeigen danach mit dem Finger aufeinander? Wirr.

  • 7
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    ralf66
    18.05.2020

    @BuboBubo, da kommt mir das Wasser wenn ich lese was Sie schreiben, dass Model Schweden ist eben das schwedische Model der Corona-Pandemie beizukommen und nicht das deutsche Model.
    Schweden macht hier in Europa eine Ausnahme, sonst sind alle Staaten einen anderen Weg gegangen, übrigens noch viel härter als das in Deutschland der Fall war. Was nun richtig ist am Ende werden wir sehen. Ich glaube die Entscheidungen die die Verantwortlichen treffen mussten waren nicht leicht, sie hatten auch keine Vergleiche um nachzusehen wie was geht. Gegackert hätte man in Deutschland so oder so, wenn nichts gemacht worden wäre und jetzt weil für einige zuviel gemacht wurde.
    Ich bin auch sehr dafür das gelockert wird ohne Frage, wirtschaftlich für viele schwer diese Zeit, aber wenn wir jetzt aus den Lockerungen denken wir müssen uns einer Narrenfreiheit hingeben, alle Vorsichtsmaßnahmen ignorieren, dann werden wir in Deutschland das Nachsehen haben, indem z. B. das Ausland noch geschlossene Grenzen zu Deutschland nicht öffnet oder ganz schnell wieder schließt, dann ist für viele der geliebte Sommer-Urlaub dahin, da gibt's nix raus aus Deutschland.
    Weiter werden dann wieder ungeliebte Maßnahmen zurückkehren, was auch keiner will, die Bürger haben's in der Hand hier zu ihrer eigenen Zufriedenheit und Gesundheit gewisse machbare Regeln einzuhalten.

  • 8
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    Inke
    18.05.2020

    Manchen Menschen scheint jeglicher Anstand und Respekt abhanden gekommen zu sein. Ob die sich ansatzweise vorstellen können, was es bedeutet in einer Ausnahmesituation wie der jetzigen, ohne große Erfahrungswerte über das Schicksal und die Gesundheit tausender Menschen entscheiden zu müssen? Was es bedeutet auf dem Grat zwischen Krankheit und Wirtschaftsabschwung immer den bestmöglichen Weg zu wählen?

  • 6
    9
    Hinterfragt
    18.05.2020

    Nun @Distelblüte; zum Thema "mit gemeinsam auf die Straße gehen" htte ich ja letztens schon mal aud im Verfassungsschutzbericht erwähnte "Konzert" in Chemnitz verwiesen ..
    Sie waren auch dabei???

  • 6
    10
    gelöschter Nutzer
    18.05.2020

    @d0m1ng024: "In Sachsen sind die Menschen wenigstens intelligent genug, nicht mit diesen Personen gemeinsam auf die Straße zu gehen."
    Satire?

  • 6
    9
    d0m1ng024
    18.05.2020

    Hat Herr Kretschmer im Interview selber gesagt, dass die Demo hauptsächlich von Verschwörungstheoretikern, Selbstheilern und rechtsgerichteten Personen besucht wurde. Waren ja auch nur paar Hundert... In Sachsen sind die Menschen wenigstens intelligent genug, nicht mit diesen Personen gemeinsam auf die Straße zu gehen.

    Außerdem hat man es auch in den Berichterstattungen (auch bei Nicht-Mainstream-Medien) gesehen, was auf den Schildern stand und was die Kommentare und Parolen dieser Leute waren.

  • 11
    9
    BuboBubo
    17.05.2020

    Und was ist nun mit Schweden? Offenbar sind die begeisterten Fans des „Schwedischen Modells“ dauerhaft offline, weil mit Anti-Corona-Spaziergängen beschäftigt. Jedenfalls ist es merkwürdig still um dieses Thema geworden. Oder liegt es daran, dass inzwischen (Stand 17.05., 23.00 Uhr, Johns-Hopkins-University) die Inzidenz der aktuell infizierten Einwohner Schwedens gut elfmal so hoch ist wie in Deutschland?

    Zum Nachrechnen:
    Schweden: 10.327.589 Einwohner, 21.493 aktuell Infizierte -> Inzidenz: 208
    Deutschland: 83.149.300 Einwohner, 14.396 aktuell Infizierte -> Inzidenz: 18

    Da fragt man sich: Welches Modell war eigentlich gesundheitspolitisch erfolgreicher? Von den Zahlen her würde ich einschätzen: Deutschland hat gut reagiert. Zumindest bis dato. Aber vielleicht demonstrieren wir uns jetzt wieder nach vorn, in die Spitzengruppe der Infektionsraten. Das ist schließlich unser verfassungsmäßig verbrieftes Grundrecht.

  • 12
    8
    Sterntaler
    17.05.2020

    Der Michael Kertschmer ist schon nicht der schlechteste MP für uns. Wenigstens spricht er mit den Leuten. Aber er weiß auch anhand der letzten Wahlergebnisse, die er für seine Partei nur mit großer Müher erringen konnte, dass er auch schnell vom Fenster weg sein kann, bei den nächsten Wahlen. Aber wenn ich die Bildunterschrift sehe "...spricht mit Anhängern von Verschwörungstheorien." Wirklich? Wer sagt das? Kann sich bitte mal einer von den Leuten auf dem Bild melden, ob er Verschwörungstheorien anhängt ist oder vielleicht doch eher Angst um seine Existenz hat?

  • 5
    18
    christophdoerffel
    17.05.2020

    Es wäre halt schön gewesen, hätte er sich wenigstens an die eigenen Verordnungen gehalten und auf der Demo Abstand gehalten und Maske getragen.

    Er kann nicht der Bevölkerung Dinge abverlangen, die er selbst nicht mal im Ansatz einhält.

  • 21
    5
    Leseathlet
    17.05.2020

    @Distelblüte Mit MNS schützt man ja andere. Da die Demonstranten keinen Schutz anhaben, braucht auch der MP keinen. Einzig der Punkt Vorbildfunktion wird damit zwar nicht genutzt, aber eben auch nicht noch zusätzlich provoziert, sondern nur mit Worten agiert.

    Meinen Respekt für diese Wochenendarbeit hat Herr Kretschmer!

  • 23
    3
    Gegs
    17.05.2020

    Dieser Ministerpräsident wusste von Anfang an, dass er sich sein Volk nicht aussuchen kann, sondern die Sachsen so nehmen muss, wie sie sind. Seine Strategie lautete deshalb immer, auf die Leute (auch schwierige Zeitgenossen) zuzugehen, Ihnen zuzuhören und dabei trotzdem klare Positionen zu vertreten. Ob die Sachsengespräche oder andere Auftritte, er hat sich nie weggeduckt. Dafür mag ich ihn und denke, dass es Sachsen hätte schlechter treffen können. Hoffentlich heißt es nicht irgendwann, Michael for Bundeskanzler.

  • 16
    22
    gelöschter Nutzer
    17.05.2020

    MP Kretschmer musste sich zum Teil übel beschimpfen lassen - bei Twitter gibt es mehrere Videos davon. Kein Wunder, wenn rechtsextreme Gruppen wie die Identitäre Bewegung oder EinProzent zu den Hauptakteuren gehörten.
    Auch wenn mancher glaubt, hinter Corona und den Einschränkungen seien dunkle Mächte am Werk - wir leben nicht in einem Film, in dem ein epischer Kampf zwischen Gut und Böse ausgefochten wird.
    Meine Kritik an Herrn Kretschmer: er trägt keinen MNS, obwohl er mitten in einer Menschenmenge ist. Er hätte mit gutem Beispiel vorangehen können, egal was Spötter sagen.
    Nach eigener Aussage (lt. "Sächsiche Zeitung") riskiert er, sich mit COVID-19 anzustecken, bewusst - es sei dann seine eigene Verantwortung.
    Das stimmt. Allerdings hätte es nicht nur gesundheitliche Folgen für ihn allein - er ist Sachsens Ministerpräsident und in ständigem Kontakt mit vielen anderen Menschen.

  • 33
    11
    d0m1ng024
    17.05.2020

    Find ich super von Kretschmer, dass er sich den Demonstranten stellt und über 1 Stunde mit denen diskutiert und Fragen beantwortet hat. Ich zoll ihm dafür großen Respekt...

    Allerdings bezweifel ich sehr stark, dass die meisten von den Teilnehmern überhaupt diskussionsfähig sind und andere Meinungen akzeptieren. Am Ende könnte man sich fragen, ob es nicht vergeudete Zeit ist, mit solchen Leuten zu reden, weil die sowieso in ihrer Meinung völlig festgefahren, engstirnig und unbelehrbar sind.

    Vorallem wenn man sieht was dort rumrennt... Pegida 2.0 und selbsternannte Heilerinnnen und Schamane... Solche die sich vor Chemtrails fürchten und an die Macht der Kristalle glauben.

    Am besten sind die, die mit Aluhut rumrennen. Weil so zeigen die ja eindeutig, dass mit denen im Kopf was nicht richtig ist.

  • 26
    5
    Lesemuffel
    17.05.2020

    Meine Hochachtung für diesen Ministerpräsidenten. Er verkörpert wohl ein demokatische Kultur, wie man sie im heutigen Deutschland mit der Lupe suchen muss. Er respektiert eine andere Meinung und spricht sogar mit Andersdenkenden. Keine Diffamierung, kein in die Rechte Ecke stellen. Hoffentlich fordern nun die Hardliner der nur einzig zu gelten habenden Meinung nicht gleich seinen Rücktritt.

  • 11
    25
    Manara4
    17.05.2020

    Wo war Kretschmdr als Künstler demonstrierten, wo war er als die Gastronomen demonstrierten? Warum besucht er keine Ärzte, Krankenschwestern, Pflegepersonal, Postangestellte, Kindergärtner, Polizisten, Lkw-Fahrer, Lehrer? Warum geht er nicht zu denen, die das System aufrecht halten?
    Bei dieser Demo nimmt er alle ernst und die Maske ab, bei den Systemrelevanten läßt er die Maske fallen und klatscht nur.
    Was für ein Ministerpräsident!

  • 14
    14
    Sterntaler
    16.05.2020

    "... oder die Existenz des Virus zu leugnen." Wer`s glaubt. Das Virus kann man ebenso wenig leugnen wie das Klima. Die Methoden der Diffamierung weisen erstaunliche Parallelen auf.