Kretschmer erneuert Einladung an Putin für Dresden-Besuch

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Moskau (dpa) – Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat bei seinem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin seine Einladung an den Kremlchef für einen Besuch in Dresden erneuert. «Der russische Präsident ist herzlich eingeladen. Die Menschen im Freistaat Sachsen würden sich auch sehr über seinen Besuch freuen», sagte der Regierungschef der Deutschen Presse-Agentur in Moskau. Kretschmer hatte Putin bereits nach einem Treffen in St. Petersburg 2019 beim dortigen Internationalen Wirtschaftsforum eingeladen. Auch wegen der Corona-Pandemie sei es aber dazu bisher nicht gekommen.

«Wir haben die Einladung noch einmal erneuert. Ob es sich am Ende so realisiert, werden wir sehen», sagte der Ministerpräsident nach dem Telefonat, über das am Donnerstag auch der Kreml informiert hatte. Der 68 Jahre alte Putin hatte zu DDR-Zeiten als Offizier des für seine politische Verfolgung Andersdenkender berüchtigten sowjetischen Geheimdienstes KGB in Dresden gearbeitet.

Anlass eines Putin-Besuchs in Dresden könne etwa die im Oktober im Albertinum geplante deutsch-russische Ausstellung «Träume von Freiheit» sein, sagte Kretschmer. Die Schau mit Kunst aus der Zeit der Romantik vor 200 Jahren wurde am Donnerstagabend im Beisein Kretschmers eröffnet und ist bis 8. August in der neuen Tretjakow-Galerie in Moskau zu sehen. «Vielleicht ist das eine Gelegenheit, um sich zu treffen.»

Putins Kulturbeauftragter Michail Schwydkoi sagte am Freitag bei politischen Gesprächen mit der sächsischen Delegation in Moskau, dass er Dresden liebe. Er sprach sich für eine enge Zusammenarbeit Russlands und Deutschlands aus. Kretschmer wollte am Freitag auch Gespräche über eine engere wirtschaftliche Kooperation zwischen Sachsen und Russland führen.

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55 Kommentare
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  • 7
    3
    Freigeist14
    24.04.2021

    ChWT@ Ihr Personenkult ist schon bemerkenswert . Weil : Eine Glosse kann das nicht sein ,denn die wäre zumindest im Ansatz süffisant . Oder historisch korrekt . Katharina II. geborene Prinzessin zu Anhalt -Zerbst ging 1744 nach Russland und kam m.E. nie nach Kursachsen zurück . Allerdings haben Sie es vortrefflich geschrieben ,daß die sächsische u.ostdeutsche Wirtschaft die Verbindungen und Märkte in Russland benötigt . Und das Russische Bürger hier willkommen sind und bleiben . Danke .

  • 4
    14
    ChWtr
    24.04.2021

    Ich liebe Putin auch.
    Hat er uns in DD und in ganz Sachsen vor dem Imperialismus beschützt.
    Dankbarkeit ist eine Tugend.
    Wir freuen uns schon sehr auf ihn.
    Bitte komm, schau dir (wieder) das Albertinum an und auch die Frauenkirche.
    Es hat sich viel verändert in DD, in Sachsen.
    Bring uns gleich Gas und mehr Sputnik mit.
    Unsere Wirtschaft und unser Volk braucht das.
    Wir haben dafür gute Holzschnitzer, die schnitzen nicht nur einen Drosten.
    Sei herzlich willkommen, wir lieben dich - wir lieben doch alle Menschen und das russische Volk sowieso.

    Katharina II., genannt Katharina die Große war schon lange vor dir da.

    P.S.
    Aus Dankbarkeit und herzlichem Willkommensgruß werden wir aus Anlass deines Besuches eine zeitl. begrenzte Verordnung erlassen und eine Amnestie für alle russ. stämmigen Häftlinge in Sachsen erlassen. Wir werden uns auch für ein faires Verfahren anderer russ. stämmiger JVA Insassen in anderen BL einsetzen, insbesondere in Berlin.

    Sdrastwuj, Towarischtsch.

  • 4
    17
    cn3boj00
    23.04.2021

    Schönes Foto zu einem Telefonat... Grundsätzlich befürworte ich ein gutes Verhältnis zu Russland. Putin ständig als Feindbild aufzustellen, um Aufrüstung zu begründen ist abzulehnen. Trotzdem frage ich mich, ob der Blick der Sachsen auf die Vergangenheit (die sie 1989 maßgeblich beeinflusst haben) nicht immer verklärter wird, wenn man einen KGB-Offizier zum Freund erklärt oder sich das nicht hinreichend getestete Sputnik zum Impfen wünscht.

  • 21
    4
    Progress
    23.04.2021

    Ein deutscher Politiker, der auch in schwierigen Zeiten das Gespräch gegenüber Sanktionen, besserwisserischer Einmischungen in andere Staaten vorzieht. Nachdem der Hr. Heiko M. , der lieber sanktioniert und "harte Maßnahmen, die wehtun" fordert, anstatt diplomatisch zum beiderseitigen Vorteil und gegenseitigem Respekt miteinander umzugehen, unseren MP gerüffelt hat, muss man jetzt mal abwarten, in welche Ecke er von der politischen Klasse verortet wird. Viel Glück, Hr. Kretschmer auf dem Weg der Entspannung und des Friedens.

  • 5
    2
    carat43
    23.04.2021

    An genau welcher Stelle wird erwähnt, dass Hr. Kretschmer *nach Moskau geflogen ist und dort! also in Moskau* mit Hrn. Putin telefoniert hat?