Kretschmer: EU maßgeblich für wirtschaftlichen Erfolg

Dresden (dpa/sn) - Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht den wirtschaftlichen Erfolg Sachsens auch in der Unterstützung durch die Europäische Union (EU) begründet. Diese habe maßgeblich dazu beigetragen, den Freistaat nach der Wiedervereinigung als Forschungs- und Industriestandort zu etablieren, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. «Ohne EU-Mittel wären die Entwicklung Dresdens zu einem herausragenden Zentrum der Halbleiter- und Mikroelektronik oder der Region Leipzig zum bedeutenden Logistikstandort kaum möglich gewesen.» Auch Dörfer und ländliche Städte profitierten von der EU-Förderung.

Laut Staatskanzlei flossen seit 1990 mehr als 20 Milliarden Euro von Brüssel nach Sachsen. Allein in der aktuellen Förderperiode (2014 bis 2020) sind es 2,75 Milliarden Euro. Die Gelder wurden unter anderem in Stadtentwicklung, Aus- und Weiterbildung sowie Forschung und Wissenschaft investiert. Eines der Vorzeigeprojekte ist die Erweiterung des Reinraumes des Dresdner Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme: 30 Millionen Euro kamen der Erneuerung zugute, darunter 24 Millionen Euro aus Brüssel.

Am 26. Mai werden in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union 751 Abgeordnete für das Europäische Parlament gewählt. Davon entfallen auf Deutschland 96. In Sachsen stehen 40 Parteien und Initiativen für die Europawahl auf den Stimmzetteln, die Wähler dürfen nur eine Stimme abgeben. Bei der Europawahl 2014 lag die Wahlbeteiligung in Sachsen bei 49,2 Prozent. Die meisten Stimmen entfielen auf die CDU (34,5 Prozent). Sachsen ist derzeit mit vier Abgeordneten im Europäischen Parlament vertreten.

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4Kommentare
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  • 5
    8
    SimpleMan
    15.04.2019

    @Lesemuffel Das Geld wird aber definitv nicht in Sachsen erwirtschaftet, aber Sie können natürlich weiter an dem Ast sägen, auf dem Sie sitzen. Ohne die EU-Subventionen wären viele Infrastrukturprojekte hier in Sachsen nicht verwirklicht worden.

  • 9
    5
    Lesemuffel
    15.04.2019

    Doch, einfacher Mann, die kenne ich. Ich schrieb doch, dass das EU-Geld, am meisten von deutschen Steuerzahlern erwirtschaftet, lediglich umverteilt, in geringem Umfang zurückfliesst. Dann erscheint nicht die Bundesregierung als Gönner Sachsens, sondern die EU.

  • 6
    13
    SimpleMan
    15.04.2019

    @Lesemuffel Können Sie eigentlich die Höhe der EU-Subventionen für Sachsen? Wahrscheinlich nicht ...

  • 14
    7
    Lesemuffel
    15.04.2019

    Maßgeblich am Erfolg Sachsens sind die fleißigen, gut ausgebildeten Sachsen selbst und nicht die EU-Bürokratie. Deutschland als größter Nettoeinzahler in die EU-Kasse kommt lediglich zu geringen Teilen zurück. Diese Umverteilung hätte man sich sparen können, wenn das Geld nicht erst abgeflossen wäre.



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