Kretschmer hofft auf ausländische Fachkräfte für Sachsen

Berlin (dpa/sn) - Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) hofft im Zuge des Migrationspakets der Bundesregierung auf ausländische Fachkräfte für den Freistaat. Das neue Fachkräftezuwanderungsgesetz werde dabei sehr helfen, sagte er am Freitag im Bundesrat in Berlin. Am Rande der Debatte über das Migrationspaket der Bundesregierung sagte er: «Wir wollen natürlich wachsen und wir wollen Leute, die sich wirklich engagieren und Fachkräfte sind, auch für Sachsen gewinnen.»

Zudem erhofft sich der Ministerpräsident durch das Migrationspaket, dass Abschiebungen «wirkungsvoller» durchgesetzt werden können. «Die Deutschen sind unglaublich solidarisch gewesen, aber diejenigen, die keinen Rechtsanspruch auf Asyl haben, müssen unser Land verlassen», sagte er.

Der Bundesrat hat am Freitag das Gesetzespaket der Bundesregierung gebilligt. Die insgesamt sieben Gesetze unter anderem zur Fachkräfteeinwanderung und für mehr Abschiebungen passierten die Länderkammer am Freitag in Berlin. Für Nachverhandlungen im Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag gab es keine Mehrheit.

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5Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    0
    Lesemuffel
    29.06.2019

    Zu den Millionen Flüchtlingen, die seit 2015 nach Deutschland gekommen sind, bzw. wie Göring-Eckardt sagte, "und wurden Menschen geschenkt", vor allem junge Männer, Fachkräfte eben, sollten doch einige nach Sachsen vermittelt werden können. Gute Bezahlung =Bedingung, sonst gehen die gleich wieder fort, wie unsere hier ausgebildeten Lehrer.

  • 3
    4
    Interessierte
    29.06.2019

    Da haben wir nun so viele Fachkräfte ausgebildet hier in Sachsen nach einer guten Schulbildung , und nun sind die alle fort , weil die mehr Geld und ein Auto dazu geboten bekommen haben - und nun hängen wir uns ans Telefon und suchen im Ausland .... auch - mit einer geringeren Bildung

  • 1
    6
    Distelblüte
    29.06.2019

    @Blacksheep: Und auch das ist ein Grund, nicht nach Sachsen zu kommen.

  • 5
    0
    BlackSheep
    29.06.2019

    Seit der Flüchtlingskrise wird in regelmässigen Abständen um Fachkräfte gebuhlt, es kommen immernoch keine. Es ist doch nicht so schwer zu begreifen das man das was man brauch selbst ausbilden muss, um die Leute da zu haben die man brauch.
    @Distelblüte, die meisten geben den Ländern den Vorzug wo man anständig bezahlt wird, weil nun mal jeder für die Arbeit die er macht anständig bezahlt werden möchte, was ja nun mal auch für deutsche Arbeiter gilt.

  • 2
    8
    Distelblüte
    29.06.2019

    Herrn Kretschmer sollte bewusst sein, dass sich ausländische Arbeitskräfte frei entscheiden werden, wo sie in Deutschland nach Arbeit suchen. Wahrscheinlich geben die meisten den Bundesländern den Vorzug, in denen der Alltagsrassismus nicht so ausgeprägt ist wie in Sachsen oder Brandenburg.
    Es ist ja nicht mehr wie zu DDR-Zeiten, als Vertragsarbeiter aus Vietnam und Mosambik kaserniert untergebracht wurden und von der Regierung verteilt werden konnten.



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