Kretschmer kündigt Härtefallfonds für SED-Opfer an

Dresden/Görlitz (dpa/sn) - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat zum 65. Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR zu mehr Engagement für die Demokratie aufgerufen. Ein Leben in Frieden, Freiheit und Demokratie sei nicht selbstverständlich, sagte er laut Mitteilung der Staatskanzlei bei einer Gedenkveranstaltung am Sonntag in Görlitz. «Es ist eine Errungenschaft, die wir Demokraten gemeinsam schützen und verteidigen müssen.» Er appellierte, sich für eine lebendige Demokratie einzusetzen und Brücken zu den europäischen Nachbarn zu bauen.

Viele Menschen seien damals hart für ihr Freiheitsstreben bestraft worden, erinnerte Kretschmer. Politische Verfolgung und Repressalien durch das DDR-Regime wirkten teils bis heute nach. Der Freistaat will Opfer der SED-Diktatur künftig mit einem Härtefallfonds unterstützen, kündigte er an. Nach Angaben der CDU-Landtagsfraktion soll dieser Fonds helfen, wenn Entschädigungsleistungen und Opferrenten nicht ausreichen. Damit würden die Folgen von SED-Repressalien anerkannt und Menschen gewürdigt, «die mit ihrem Mut den Grundstein für unsere Freiheit gelegt haben», sagte Vorsitzender Frank Kupfer.

Am 17. Juni 1953 waren in rund 700 Orten der DDR Hunderttausende gegen die politisch und wirtschaftlich angespannte Lage auf die Straße gegangen. Panzer der Sowjetarmee hatten den Protest blutig niedergeschlagen, viele Aufständische wurden verurteilt.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
 Artikel versenden
Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.
1Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 3
    2
    aussaugerges
    18.06.2018

    Es gibt 1000 mal mehr Opfer in der heutigen Zeit. Ich war auch Opfer hatte ein rotes und blaues Pioniertuch.? Es gab nur 2% Opfer aber 25 % stürzen sich um den Geldtopf.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...