Kretschmer: Landespolizei hilft bei Hygieneregel-Kontrolle

Dresden (dpa/sn) - Die Einhaltung der Corona-Hygieneregeln soll in Sachsen künftig stärker kontrolliert werden. Die Anzahl der Kontaktpersonen einer infizierten Person müssten sich reduzieren, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. «Deshalb werden die Hygieneregeln stärker kontrolliert, die Länderpolizeien unterstützen die kommunalen Gesundheitsämter dabei», betonte der CDU-Politiker.

Zudem sollen die kommunalen Gesundheitsämter bei der Kontaktermittlung durch zusätzliches Personal der Länder und des Bundes unterstützt werden. «Die Bundeswehr ist ein geschätzter Partner. Um Infektionsketten zu unterbrechen ist diese Arbeit nicht nur unerlässlich, sie ist entscheidend», erläuterte Kretschmer.

Es gebe in der jetzigen Situation mit steigenden Infektionszahlen keinen Grund zu Hysterie, aber durchaus zum Handeln, betonte der Ministerpräsident. «Veranstaltungen sollen weiter möglich sein, die Gastronomie arbeiten, Schulen und Kitas geöffnet sein und die Unternehmen arbeiten.» Dafür müsste die Gesellschaft aber das «Wissen um die Übertragungswege des Coronavirus konsequent anwenden.»

33 Kommentare
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  • 3
    1
    meynhard
    19.10.2020

    Mit Zahlen und ihrer Deutung ist leider ein Großteil der Bevölkerung überfordert.
    Manche sprechen auch von Plandemie - Achtung Wortspiel. Ich schreibs lieber dazu.

    Danke an censor für die Zahlen.

  • 6
    2
    MuellerF
    19.10.2020

    "Was ist das für eine Pandemie, bei der die Ordnungskräfte mehr zu tun haben als die medizinischen Kräfte?"

    Sie werden es nicht glauben, aber der Einsatz der Ordnungskräfte soll gerade verhindern, dass medizinische Einrichtungen samt Personal an ihre Kapazitätsgrenzen geraten!

  • 6
    8
    censor
    19.10.2020

    Was ist das für eine Pandemie, bei der die Ordnungskräfte mehr zu tun haben als die medizinischen Kräfte?
    Die Coronaauswirkungen erstrecken sich doch immer mehr auf die Exekutive, die Durchsetzung der Regeln und die Repressalien gegenüber der Bevölkerung, die immer mehr an genau denen zweifelt.
    Und dazu gibt es Grund genug für alle, die rechnen können:
    Vergleich:
    19. KW (1.Maiwoche)
    Anzahl der Tests: 403.875
    davon positiv ("infiziert"): 10.755
    Positivenrate: 2,66%

    41.KW(aktuell)
    Anzahl d. Tests: 1.167.428
    davon positiv ("infiziert"): 29.003
    Positivenrate: 2,48%

    Fazit: in der 41. KW wurde 2,89mal so viel getestet wie in der 19.KW.
    Umkehrschluss: Hätte man im Mai so viele Tests vorgenommen wie heute, wäre man bei gleichbleibender Positivenrate auf 31.082 positiv getestete Probanden gekommen - also 2.079 Positive mehr als jetzt.