Kretschmer: Mit Corona-Demonstranten im Gespräch bleiben

München (dpa) - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wirbt für eine Auseinandersetzung mit Menschen, die gegen die aus ihrer Sicht zu strengen Corona-Auflagen demonstrieren. «Wenn der Eindruck entsteht, dass die Politik nicht zuhört und irgendwas entscheidet, hat man verloren», sagte er der «Süddeutschen Zeitung» (Dienstag). Das gelte etwa beim Thema Impfpflicht. «Ich habe früh deutlich gemacht, dass es keinen Impfzwang geben wird», sagte er. Ihm hätten Menschen beim Thema vermeintlicher Impfzwang gesagt, dass Politik «gegen die Menschen» gemacht werde.

Seinen Kurs weiterer Lockerungen für Sachsen verteidigte er. Man müsse weg von dem generellen Verbot und «hin zu einem Ermöglichen unter Auflagen». Sachsen will die Einschränkungen in der Corona-Krise ab dem 6. Juni weiter lockern. Maßnahmen wie Abstandsgebot und Maskenpflicht sollen aber bleiben.

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2Kommentare

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  • 2
    1
    KTreppil
    02.06.2020

    Wenn er das alles wirklich so meint wie es gesagt, bzw. geschrieben wird, dann lässt es hoffen. Hätte Herr Tillich in den Anfängen von Pegida auch ähnlich angehen sollen, wäre einziges vielleicht in eine bessere Richtung gegangen. Vielleicht...

  • 4
    3
    klapa
    01.06.2020

    Er will eben nicht über die Medien und seine Mitarbeiter, sondern aus dem direkten Kontakt und dem Gespräch heraus erfahren, wie die Menschen in Sachsen ticken. Und offenbar hat er da schon vor seiner Wahl zum MP gute Erfahrungen gemacht. Sonst würde er es nicht wiederholen.

    Eine bessere Methode, etwas über die Stimmung im Land zu erfahren, gibt es eigentlich nicht. Selbst auf die Gefahr hin, dass er von Einigen, die ihre Kinderstube vergessen, angeschrien wird.