Kretschmer wirbt für feste Corona-Regeln bis März

Berlin/Dresden (dpa) - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat für feste Corona-Regeln bis ins Frühjahr hinein geworben. «Wir wollen erreichen, dass wir jetzt nicht einen Zeitraum von beispielsweise 14 Tagen in den Blick nehmen, sondern wirklich bis zum März denken und sagen, wie kommen wir über die Zeit, wie müssen die Hilfen aussehen für die Unternehmen für die Gastronomen für die Hotellerie und unter welchen Umständen können wir dann auch wieder von Lockerungen reden», sagte er dem «Handelsblatt». Man werde daher festlegen, «was sind die Größenordnungen an Infizierten, wo wir sagen können: jetzt geht's wieder los mit Kultur und Gastronomie».

Die Regierungschefs seien sich einig, dass «wir nur die Einschränkungen machen wollen und auch dürfen, die wirklich angezeigt sind». Derzeit habe man aber noch nicht die entsprechende Entwicklung bei den Infektionszahlen. «Wir sind jetzt bei 23 000 Infizierten innerhalb von 24 Stunden, das ist viel zu hoch», sagte Kretschmer. Auch die Krankenhausbetten füllten sich nach und nach, deswegen müsse nachgesteuert werden.

 
33 Kommentare
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  • 10
    4
    BuboBubo
    23.11.2020

    Kontaktbeschränkungen sind notwendig, um das allgemeine Infektionsgeschehen wieder beherrschbar zu machen. Aber sie sind nicht das Allheilmittel. Dass die besonders gefährdeten Personen auch besonders geschützt werden müssen - und das sind nun mal die Alten, besonders die in den Heimen - ist ein politisches Mantra seit Monaten. Die gelebte Wirklichkeit ist ernüchternd, wie ein Bericht auf tagesschau.de zeigt. Ein ineffizientes Meldesystem, bürokratische Hemmnisse, Unterversorgung mit Tests und teilweise Behördenwillkür stellen der Gesundheitspolitik insgesamt kein gutes Zeugnis aus. Und das zieht sich durch alle Bundesländer. Gewiss sind das Erblasten aus der Vor-Corona-Zeit, aber eine substantielle Verbesserung der Situation hätte man in den vergangenen Monaten schon erwarten können. Hier fehlt mir ein öffentlich vorgestelltes und stringentes Handlungskonzept, welches weiter als nur bis März 2021 reichen sollte.
    https://www.tagesschau.de/inland/corona-pflegeheime-103.html

  • 10
    1
    620390
    23.11.2020

    Vielleicht sind aber auch diese Leute der größte Teil der Überträger und sucht aber die Schuld beim kleinen Mann/Frau? --- Satire aus.
    Gleiches Recht für alle, werde Minister und Regierungsleute oder glaubt ihr von der Infektion ausgeschlossen zu sein???

  • 18
    1
    harzruessler1911
    23.11.2020

    Dann sollten aber die Regeln auch für alle gelten, sprich Politiker und nicht nur für die Bürger.

    -Maskenpflicht bei Sitzungen und Videokonferenzen, in welcher sich mehr wie 1 Person befindet und einhalen der Abstandsregeln.

    - Kein Alkohol, während der politischen Arbeitszeit
    (siehe Videokonferenzen mit Merz)

    - Bürgermeister, welche sich in Quarantäne befinden, weil sie Corona haben, haben ebensowenig das Haus zu verlassen wie jeder andere.
    Dies war hie bei uns der Fall. Das wurde einer der beiden infizierten BM beim spazieren gehen, gesehen von der Freundin meiner Tochter. Die war nat. stink sauer, nachdem im September alle 1.Kontaktpersonen trotz negativer Tests, fast 2 Wochen in Quarantäne bleiben mussten.

    Dann wundert man sich, dass man nicht mehr für glaubwürdig gehalten wird.