Kretschmer würdigt Engagement: Geehrte sind Vorbilder

Dresden (dpa/sn) - Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat am Dienstag im Dresdner Residenzschloss 17 Frauen und Männer mit der Sächsischen Verdienstmedaille ausgezeichnet. Das Land sei immer wieder gefordert, «gegen Extremisten Stellung zu beziehen, unser friedliches Zusammenleben, den Einsatz für Demokratie, Menschenwürde und einen anständigen Umgang miteinander aufs Neue zu verteidigen», sagte er mit Verweis auf die Ereignisse der vergangenen Wochen. «Sie alle sind Vorbilder für uns und Persönlichkeiten, an denen sich andere ein Beispiel nehmen können.»

Er vergab die höchste Auszeichnung des Landes unter anderem an die Holocaust-Überlebenden Felix Kolmer (96) aus Prag und Rolf Isaacsohn (85) aus Leipzig. Kolmer zeige, das Versöhnung möglich sei trotz schrecklicher Erlebnisse, sagte Kretschmer. Er stehe für Versöhnung und habe nie aufgegeben, jungen Menschen Humanität und Verantwortung vor der Geschichte, aber auch Freundschaft zu lehren. «Ich habe schreckliche Sachen gesehen, das darf nicht einfach vergessen werden», mahnte der 96-Jährige, der im KZ Auschwitz war.

Unter den Ausgezeichneten waren auch Angelika Meeth-Milbradt, die Frau von Ex-Regierungschef Georg Milbradt (CDU), und zwei Polen, die sich um die Denkmalpflege in Sachsen verdient gemacht haben. Eine Auszeichnung erfolgt später. Der Verdienstorden wurde 1996 gestiftet und 1997 erstmals vergeben, aktuell gibt es nun 319 Träger.

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