Kretschmer zur Bedrohung von Dulig: «Eine Riesensauerei»

Chemnitz (dpa/sn) - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Bedrohung von SPD-Chef Martin Dulig scharf kritisiert. Es sei eine «Riesensauerei», dass diesem ein Sturmgewehr-Nachbau nach Hause geschickt worden sei, sagte er auf dem CDU-Landesparteitag am Samstag in Chemnitz. «Dem treten wir entgegen, das darf es nicht geben», sagte Kretschmer und erinnerte an den Fall des Anfang Juni mutmaßlich von einem Rechtsextremen getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke: «Wir haben gerade einen Fall in Kassel erlebt.»

Kretschmer rief dazu auf, gemeinsam gegen solche Tendenzen vorzugehen. Die freiheitlich demokratische Grundordnung und ein weltoffenes Sachsen müssten aus der Gesellschaft heraus verteidigt werden. «Dafür brauchen wir jeden.» An die Privatadresse des sächsischen SPD-Chefs Martin Dulig war zuvor ein Sturmgewehr-Nachbau geschickt worden, wie Dulig am Samstag erklärt hatte.

Die sächsische Union will am Samstag in Chemnitz ihr Wahlprogramm für die Landtagswahl beschließen. Rund 400 Delegierte und Gäste hatten sich zum 34. Landesparteitag in Chemnitz versammelt.

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