Kulturhauptstadt-Bewerbung: Herbe Enttäuschung für Dresden

Dresden (dpa/sn) - Das Aus für Dresden in der ersten Bewerbungsrunde zu Europas Kulturhauptstadt 2025 hat für Ernüchterung gesorgt. «Selbstverständlich bin ich - natürlich sind wir alle - enttäuscht, dass Dresden nicht eine Runde weiter gekommen ist», sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Donnerstag nach Bekanntgabe der Entscheidung über die Shortlist. Er gratulierte den Chemnitzern, die es wie vier weitere Städte auf die Shortlist geschafft haben.

Laut Hilbert aber war die Teilnahme am Bewerbungsprozess eine Bereicherung für die Stadt und die dafür Engagierten. «Jetzt werden wir analysieren, woran es gelegen hat.» Viele Vorhaben im Konzept «Neue Heimat Dresden 2025» sollen auch ohne Titel umgesetzt werden. Dresden werde nun Chemnitz die Daumen drücken und - wenn gewünscht - als Kooperationspartner zur Verfügung stehen, sagte Hilbert.

Kulturhauptstadt-Kurator Michael Schindhelm zeigte sich ebenfalls enttäuscht: «Dresden hätte es verdient, auf die Shortlist zu kommen.» Das gemeinsam entwickelte Konzept sei aber ein wichtiger Schritt für die gesamte Stadtentwicklung und die Kulturlandschaft der Region. «Die Beteiligung der Bürgerschaft wird sich durchsetzen, mit oder ohne Titel, da bin ich mir sicher.»

5Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    1
    Lesemuffel
    13.12.2019

    Natürlich musste es in meinem Beitrag heißen " ... nicht übertünchen...." Sorry!

  • 5
    10
    acals
    12.12.2019

    Ist eine Zeitung kein "Zentralorgan" mehr, dann darf diese durchaus mal zwischen den Zeilen lesen/berichten. Gruss nach Ludwigshafen!

    Warum ist es erwöhnensert das Dresden "geschlagen" wurde? Das weckt erneut Minderwertigkeitskomplexe.

    Erwähnenswert wäre gewesen, das Gera kein Chance erhält. Gera? Das Alleinstellungsmerkmal war hier das die Bewerbung aus dem Bürgertum initiiert wurde - und nicht von institutioneller Monarch... eh .. Verwaltung. Welche Kulturhauptstadt wurde zu einer solchen weil die Bürger es wollten? Was zählt der Bürgerwille eigentlich noch? Es entsteht ... und eben auch über solche deplazierten Artikel ... der Eindruck das Legislative und "Zentralorgane" Hand in Hand arbeiten, auch heute noch.

    Schade!

  • 5
    6
    Lesemuffel
    12.12.2019

    Hatte der Dresdner Stadtrat erwartet, dass eine Stadt im Notstand zur Kulturauptstadt Europas auserwählt werden könne? Das können auch noch so schöne Bewerbungsideen übertünchen.

  • 7
    10
    osgar
    12.12.2019

    Wer den „Nazinotstand“ ausruft, muss sich über diese Entscheidung nun wirklich nicht wundern.

  • 7
    5
    Tauchsieder
    12.12.2019

    Tja, vielleicht schwingt das Ding mit dem verlorenen Welterbetitel noch nach. Da hat ja Dresden schon einmal in die "Kloschüssel" gegriffen.
    Es bleibt immer etwas hängen.



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