Kultusminister will mehr Geld vom Bund für ostdeutsche Kitas

Dresden (dpa/sn) - Der sächsische Kultusminister Christian Piwarz (CDU) fordert vom Bund mehr Geld für Kitas in Ostdeutschland. «Ostdeutsche Kindertageseinrichtungen betreuen deutlich mehr Kinder unter drei Jahren als in den alten Bundesländern», teilte Piwarz am Donnerstag mit. Wenn man wie in den alten Bundesländern weniger Plätze finanzieren müsse, könne man sich auch bessere Betreuungsschlüssel leisten. Bei der Verteilung der Bundesmittel müssten die höheren Betreuungsquoten in Ostdeutschland stärker berücksichtigt werden, forderte er weiter. Der Landtag debattiert am Donnerstag in einer aktuellen Stunde zum Thema Kitas.

In Sachsen gibt es laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zu wenige Erzieher in Kindertagesstätten. Trotz einer Verbesserung seien die Personalschlüssel seit Jahren ungünstiger als im ostdeutschen Mittel. Am 1. März 2017 kamen rechnerisch in der Krippe für unter Dreijährige auf eine Fachkraft 6,4 Kinder, in Kindergärten lautete das Verhältnis 1 zu 13,1. Der Durchschnitt in Ostdeutschland betrug 1 zu 6 beziehungsweise 1 zu 11,9. Die Stiftung empfiehlt eine Relation von 1 zu 3 beziehungsweise 1 zu 7,5.

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