Landesarbeitsgemeinschaft Queeres Netzwerk startet

Dresden (dpa/sn) - Die Interessen von Menschen unterschiedlichster sexueller und geschlechtlicher Identität werden in Sachsen künftig von einer Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) vertreten. Die LAG Queeres Netzwerk Sachsen werde die landesweite Vertretung der LSBTTIQ-Gemeinschaft sichern, teilte Gleichstellungs- und Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) am Samstag mit. LSBTTIQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, transident, intersexuell und queer.

Köpping wird am Montag in Dresden an der feierlichen Auftaktveranstaltung teilnehmen. Die Arbeitsgemeinschaft soll künftig in Anhörungen Stellung nehmen und für die Regierung Ansprechpartner sein sowie die Vernetzung vorantreiben.

Eine im Sommer vergangenen Jahres erhobene Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov Köln hatte laut Ministerium gezeigt, dass zwei Drittel der Sachsen der Meinung sind, dass Schüler im Unterricht mehr über unterschiedliche Lebensformen wie Homosexualität erfahren sollten. Andere Daten der für Deutschland repräsentativen Studie hätten darauf hingewiesen, dass zum Beispiel Gewalt gegenüber Schwulen in Sachsen deutlich mehr toleriert werde als im Durchschnitt anderer Bundesländer.

Die Ergebnisse zeigten, dass Handlungsbedarf bestehe, hatte Köpping die Studie kommentiert. «Wir müssen deutlich machen, dass in Sachsen kein Platz ist für Diskriminierung oder gar Gewalt gegen Menschen, die eine andere Lebensform gewählt haben.»

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...