Landrat Harig kritisiert Plan für Landesverkehrsgesellschaft

Dresden (dpa/sn) - Der Bautzener Landrat Michael Harig (CDU) hat die von Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) geplante Umstrukturierung des Nahverkehrs in Sachsen kritisiert. «Für eine Änderung sehe ich keine politischen Mehrheiten», sagte Harig am Freitag. Der Kommunalpolitiker wies zugleich die vom Minister geäußerte Kritik an den Landräten zurück. «Wir haben auf einen Regierungsvorschlag zur Umsetzung der Handlungsempfehlungen der Kommission gewartet, bislang leider vergeblich.»

Dulig hatte am Donnerstag die Gründung einer landeseigenen Landesverkehrsgesellschaft angekündigt, die den Nahverkehr zentral organisieren soll. Gespräche mit den Landräten als Vorsitzenden der Zweckverbände erklärte er für gescheitert. «Wir haben bis zuletzt versucht, einen Konsens zu finden.» Dulig will mit der Landesgesellschaft das im Koalitionsvertrag versprochene Bildungsticket sowie einen einheitlichen Sachsentarif einführen.

Eine Strategiekommission hatte Vorschläge zur Verbesserung des Nahverkehrs unterbreitet. Leider sei eine Umsetzung der Ergebnisse mit den Vorsitzenden der Zweckverbände nicht möglich gewesen, erklärte der Minister. Die Pläne Duligs dürften Auswirkungen auf die fünf Zweckverbände haben, die den ÖPNV im Freistaat bisher organisieren.

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5Kommentare
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  • 2
    2
    Zeitungss
    05.11.2018

    @cn3..: Genau um diese Dotierung geht es und dabei geht es nicht nur um 3 Euro. Ein AR-Vorsitzender könnte auch einmal zur Verantwortung gezogen werden, wie es das AR-Gesetz vorsieht und deshalb ist die fürstliche Gage für solche Posten Normalität. Ehrenamtlicher AR-Vorsitzender = ein Witz. Dieser Mann sieht seine Einnahmen nun schwinden und es ist nicht der Einzige, da ist die Reaktion der Betroffenen schon verständlich. Der eigentliche ÖPNV ist diesen Leuten eigentlich fürchterlich egal, man hat Dienstwagen mit Fahrer, ebenfalls vom Fahrgast finanziert, was unter allen Umständen so bleiben sollte. Sie brauchen nur verfolgen, WER alles schreit, dann kommen Sie möglicherweise auf das gleiche Ergebnis.

  • 3
    0
    cn3boj00
    04.11.2018

    Der Landrat ist zum einen Verbandsvorsitzender, zum anderen Aufsichtsratsvorsintzender des eigentlichen Verkehrsbetriebes als Ausgründung der Verbandes. Inwieweit diese Posten mit einer Dotierung verbunden sind entzieht sich meiner Kenntnis.
    Aber es ist nachvollziehbar, wenn sich jemend dagegen sträubt wenn seine Posten abgeschafft werden sollen.

  • 2
    1
    Zeitungss
    04.11.2018

    Na, ist er "Teilhaber" oder nicht ????? Man könnte Klarheit schaffen, will man aber nicht, verständlich !!!!

  • 1
    0
    Zeitungss
    03.11.2018

    Berichtigung: LVA, soll natürlich LVG bedeuten, ich bitte um Vergebung.

  • 3
    2
    Zeitungss
    03.11.2018

    Hat der Herr Landrat auch noch ein Einkommen aus der gegenwärtigen Situation, sprich aus einem der Verbände, dann wären seine Einwände verständlich. Eine Auskunft darüber möchte er sicherlich nicht erteilen, was nachvollziehbar wäre. Die LVA sollte kommen, es wäre der erste Schritt aus der Kleinsaaterei und der ÖPNV könnte das werden, für was er einmal ersonnen wurde und in früheren Zeiten auch funktionierte. Für den Vorstand der neuen LVA müssten Fachkräfte ran, es wäre ein PLUS für alle Bürger dieses Landes.



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