Landtag: Rat für Angelegenheiten der Sorben und Wenden tagt

Potsdam (dpa/bb) - Im Brandenburger Landtag berät heute der Rat für die Angelegenheiten der Sorben und Wenden über kommende Aufgaben für das neue Jahr. Schwerpunkt sollen nach Angaben ihrer Vorsitzenden, Kathrin Schwella, bildungspolitische Aufgaben sein, etwa die Weitervermittlung der sorbischen Sprache. Bis auf ein bilinguales Projekt werde Sorbisch überwiegend nur fakultativ gelehrt, sagte Schwella der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Das berge zusätzliche Probleme etwa auf organisatorischer Seite. Auch die Fördermittel für die sprachliche Weiterbildung von Erziehern soll Thema der Beratung sein.

In den Schulen wird laut Wissenschaftsministerium Sorbisch/Wendisch fakultativ als Begegnungssprache, Fremdsprache, Zweitsprache und/oder bilingual angeboten. Am Niedersorbischen Gymnasium ist die Teilnahme am zweisprachigen Unterricht obligatorisch.

Zur Sitzung eingeladen ist auch der Lausitzbeauftragte der Landesregierung, Klaus Freytag. Die Ratsmitglieder wollen mit ihm auch mit Blick auf den Strukturwandel in der Lausitz über das «Alleinstellungsmerkmal» der Sorben und Wenden in der Region sprechen. Freytag ist der zentrale Brandenburger Ansprechpartner für die Akteure in der Region. Er soll sich dabei eng mit dem Land Sachsen und dem Bund abstimmen.

Nach offiziellen Angaben gibt es etwa 60 000 Sorben und Wenden, von denen zwei Drittel in Sachsen leben. Das Siedlungsgebiet der Sorben liegt in Ostsachsen, die Niedersorbisch sprechenden Wenden haben ihre Heimat im Süden Brandenburgs.

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