Lastwagen im Visier der Polizei

Mit einem Großaufgebot der Polizei wurden Lkw und Busse in ganz Sachsen kontrolliert. Der Schwerlastverkehr hat in den vergangenen zehn Jahren stark zugenommen.

Chemnitz.

Rund 500 Polizisten haben am Donnerstag an Autobahnen und Bundesstraßen in Sachsen Lastwagen und Busse kontrolliert. Dabei wurden mehrere hundert Fahrzeuge überprüft und zahlreiche Regelverstöße festgestellt. Das Innenministerium in Dresden meldete bereits am Nachmittag 160.

Mit etwa 60 Kontrollstellen hatte sich die sächsische Polizei an der bundesweiten Verkehrsaktion "Brummis im Blick" beteiligt. Im Fokus stand der gewerbliche Personen- und Güterverkehr. Häufigster Kritikpunkt war die Sicherung der Ladung, gefolgt von zu hoher Geschwindigkeit. Bei einigen Fahrzeugen war das Ladegewicht zu hoch. Zudem stellten die Kontrolleure Verstöße gegen Überholverbote fest und die Nutzung von Handys während der Fahrt. In sieben Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt.

Gerade im Transitland Sachsen sei die Überwachung des Schwerlastverkehrs eine wichtige Aufgabe der Polizei, sagte Innenminister Roland Wöller (CDU) am Rande einer Großkontrolle am Autobahnrasthof Dresdner Tor an der Autobahn 4. Wöller betonte, gerade Unfälle mit schwer beladenen Lastwagen oder voll besetzten Bussen hätten meist weitreichende Folgen. "Unsere Kontrollen sollen deshalb dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden und die Verkehrssicherheit zu erhöhen", sagte Wöller

Beamte der Polizeidirektion Chemnitz hatten eine Kontrollstelle an der B 174 bei Zschopau eingerichtet. Dort fielen 16 von 18 überprüften Lastzügen und Transportern mit Mängeln auf. Ein ungarischer Lkw, dessen Ladung die zulässige Gesamthöhe überschritten hatte, wurde aus dem Verkehr gezogen.

Der Schwerlastverkehr hat in Sachsen deutlich zugenommen. Während noch vor zehn Jahren täglich rund 6100 Lkw und Busse über Autobahnen im Freistaat rollten, sind es heute bereits mehr als 9300 am Tag. Bei Unfällen mit Bussen und Lastkraftwagen kamen auf sächsischen Straßen im Jahr 2017 drei Menschen ums Leben, 2018 waren es insgesamt 14.

Zwischen 1. Januar und 31. Juli 2019 registrierte die Polizei bei rund 9400 Fahrzeugkontrollen im Bereich des Schwerlastverkehrs insgesamt 5264 Verstöße. Gut zwei Drittel betrafen die Einhaltung von Sozialvorschriften, wie Lenk- und Ruhezeiten. Ein Drittel entfiel auf technische Mängel an Lenkung, Bremsen oder Beleuchtung.

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